Stolberg: Gut erhaltene Schulsachen für Stolberger Erstklässler gesucht

Stolberg: Gut erhaltene Schulsachen für Stolberger Erstklässler gesucht

Wieder einmal ist es so weit: Im Schulterschluss nehmen die Aktiven von Rotem Kreuz, Tafel und Interessengemeinschaft Büsbach mit Unterstützung der VR-Bank die Bürger der Kupferstadt in die Pflicht: Schulsachen, gerne gebrauchte, aber vor allem gute (will sagen: vorzeigbare) werden gesucht — damit kein Stolberger Kind, seien seine Eltern auch noch so arm, den ersten Gang ins Klassenzimmer mit verschämtem Blick antreten muss.

Gesucht sind Ranzen, aber auch Blei- und Buntstifte, Hefte, Lineale und Federmappen. Zwischen dem 7. Juli und dem 25. August können die Sachspenden bei den Sammelstellen abgegeben werden — rechtzeitig vor Beginn des Schuljahres 2017/18. Für Verteilungsgerechtigkeit sorgt dabei das Team der Tafel: Wer bedürftig ist — das wissen die Vorsitzende Gisela Becker-Bonaventura und ihre Mitstreiter sicherlich am allerbesten.

Das heißt aber nicht, dass, wer seine Armut nicht offen zu erkennen gibt, seinen Sprösslingen damit den Weg zum Einstieg in eine gelungene Schulkarriere verbaut. Die Rektorinnen und Rektoren der Grundschulen im Stadtgebiet wissen schon durchaus, wie in solchen Fällen dennoch geholfen werden kann.

Erdacht hat die Aktion DRK-Bereitschaftsführer Raimund Lesmeister. Unmissverständlich stellt der engagierte Ehrenamtler klar, dass ihm die Qualität der gespendeten Utensilien wichtig ist: „Wir sind kein Recyclinghof! Wir wünschen uns gut erhaltene Schulsachen!“

Warum der Rotkreuzler darauf bedacht ist? Für ihn keine Frage: „Alle Kinder sollen mit Freude am ersten Tag zur Schule gehen.“ Im Vordergrund stehen dabei die I-Dötzchen: „Wir geben zu 90 Prozent Material für Erstklässler aus“, stellt wiederum Raimund Lesmeister klar. Dass die konzertierte Benefizaktion in der Kernstadt und den zugehörigen Dörfern ein durchwegs positives Echo findet, nimmt da kein Wunder.

Das gilt nicht nur für die führenden Mitarbeiter der Verwaltung wie Schulamtsleiterin Petra Jansen und den Ersten Beigeordneten Robert Voigtsberger, der ohne Umschweife formuliert: „Die Aktion ist ganz praktisch und hilft den Kindern.“

Für Susanne Thieves von der Grundschule Bischofstraße ist das Projekt einfach „ganz toll“. Dass Stolberg die Schulsachen-Benefizaktion braucht, steht für „Erfinder“ Raimund Lesmeister sowieso außer Frage. Mit Blick auf die eigene Organisation, das Rote Kreuz, und ihre Arbeit meint der Donnerberger: „Wir leisten so viel Arbeit im Ausland — aber Hilfsbedürftigkeit gibt es genau so vor Ort.“

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