Stolberg: Gullivers Reisen, Kelten und Drachen in Stolberg

Stolberg: Gullivers Reisen, Kelten und Drachen in Stolberg

Burg und Stadt als Ort von Mythen, Legenden und Sagen stehen im Mittelpunkt eines Kulturfestivals, das von der Städteregion betreut, Anfang Juli auf Burg Stolberg stattfindet.

Neben dem Kupferstädter Wahrzeichen werden auch die Burgen der Städte Alsdorf, Baesweiler und Herzogenrath in das Projekt „Burgen-Parcours” eingebunden, dessen Premiere „Erinnerungswerkstatt” im vergangenen Jahr auf eine große Resonanz stieß.

Damit auch am Samstag, 3.Juli, die Besucher in der Kupferstadt auf ihre Kosten kommen und Geschichte lebendig dargestellt wird, hat sich das von Nina Mika-Helfmeier geleitete und von der Stolberg-Touristik unterstützte Organisationsteam, einiges einfallen lassen.

So hat es als Darstellungsform der Geschichten und Legenden rund um die Burg und die Historie die Musik, die Schauspielkunst und die erzählerische Form ausgewählt. Die Gestaltung und Aufführung der Musik hat der in Stolberg geborene und in Aachen lebende Bassist Peter Sonntag übernommen, der Eigens für das Festival neue Kompositionen entwickelt hat, die der „Basspapst” gemeinsam mit seiner von „Teufelsgeiger” Mario Triska und „Flitzefinger” Reno Schnell unterstützen Band „Final Virus” und dem Jungen Chor in Szene setzen wird.

So verspricht Sonntag eine Aufführung, die von einer mystischen und kraftvollen Musik geprägt sein wird, die sowohl keltische wie römische Elemente beinhaltet. Denn Sonntags Anliegen ist es, einen Bogen zu spannen, der von der keltischen Tradition Stolbergs bis in die Gegenwart reicht und auch die zahlreichen Arbeiterlieder berücksichtigt.

Neben Triska wird der Musiker von Hermann-Josef Schulte unterstützt, der den Jungen Chor leitet. Eingebunden in den musikalischen Part sind außerdem der Stadtverband Musik mit seinem aus 23 Sängern bestehenden Chor und die Stolberger Sing- und Spielgemeinschaft (SSG), die von Burgfenstern und Emporen aus, das Kulturfestival um 19 Uhr mit Fanfarenklängen eröffnen wird.

Bilder in den roten Schuhen

Des Weiteren wird das Bläserensemble zwei instrumentale Stücke aufführen, die einen Drachenkampf und die Reisen Gullivers zum Inhalt beschreiben. Ergänzt wird der musikalische Part durch Schauspiel und Kunstpräsentationen sowie dem Vortragen von Gedichten und Geschichten.

Die Kunstpräsentationen werden von Birgit Engelen, Katja Knospe und Monika Ortmann aus Bochum gestaltet. Als „Red shoes” bezeichnet Ortmann ihre Präsentation, die im Rittersaal der Burg gezeigt wird. Ein Blickfang wird das Innenleben der roten Schuhe sein. Denn das soll mit historischen oder aktuellen Familienfotos der Stolberger ausgestattet werden. Umgesetzt wird die Fotopräsentation, indem von den Bürgern zur Verfügung gestellte Bilder eingescannt werden. Das Erzählen von komischen, grotesken und skurrilen Geschichten übernehmen die beiden Stadtführerinnen Klaudia Penner-Mohren und Helma Prössl, die ihre Anekdoten dem Leben der Bevölkerung vergangener Jahrhunderte widmen werden. Ergänzt werden diese Geschichten durch die Erzählkunst von Harry Rischar aus Kornelimünster, der als „Bertholder” Zaubermärchen und Gruselgeschichten vortragen wird. Mit dabei sind die Burgritter rund um Ralf Herff, deren Spielszenen sich mit dem mittelalterlichen Leben befassen. Gedichte wird Claudia Schnürer aus Berlin vortragen; die Auswahl sollen die Besucher treffen.

Eine große Rolle wird Licht spielen. Denn bei Einbruch der Dunkelheit - das Festival soll bis mindestens 23 Uhr dauern - werden 300 Scheinwerfer die Burg in ein geheimnisvolles Licht tauchen. Standen zuletzt bei der Lichtinstallation die Farben Violett und Grün im Mittelpunkt, wird diesmal den Farben Rot und Orange Vorrang eingeräumt, verrät Mika-Helfmeier: „Die Installation wird die Stil- und Zierelemente der Burg betonen sowie die Strukturen des Gemäuers hervorheben”.

Kontakt: Dr. Nina Mika-Helfmeier, 0241/5198-2664 oder nina.mika-helfmeier@staedteregion-aachen.de .