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Stolberg: Günter Broich erfüllt sich einen Traum

Stolberg : Günter Broich erfüllt sich einen Traum

Auf die besinnliche Weihnachtszeit folgt Schlag auf Schlag die närrische Zeit. Aus Günter Broich wird schon am 2. Januar „Günter I.”.

Kostüm und Narrenkappe seien schon fertig, erzählt der designierte Stadtprinz. Und, wie sieht es aus? „Bin zufrieden” sagt der Mann mit einem strahlenden Lächeln. Das Kostüm stammt aus dem Fundus der Ersten Großen, nur die Narrenkappe wurde eigens für den Neuen angefertigt.

In Köln geboren und aufgewachsen ist der künftige Stadtprinz erst seit 14 Jahren Stolberger. Von Köln nach Stolberg? Freiwillig? „Doch, doch, der Liebe wegen”, gibt er zu und lacht wieder.

Und wie haben die Kollegen die Nachricht von der künftigen Prinzenwürde aufgefasst? „Solange ich nicht Prinzenmariechen werden muss, ist mir alles egal”, ruft Mit-Geschäftsführer José Rodriguez dazwischen. Die Stimmung ist gut in der Firma des künftigen Prinzen. Man hat im Laufe der Jahre von zwei auf sechs Angestellte aufgestockt.

Prinzentitel Scheidungsgrund?

Autos sind seine Welt, und besonders froh ist der künftige Narrenherrscher, dass auch Tochter Sabrina in der Branche arbeitet, sie macht eine Ausbildung als Automechanikerin. „Ihre Tochter liegt also auch manchmal unter den Autos?”, fragen wir ungläubig. „Na ja, sie steht, es gibt schließlich Hebebühnen.” Ach so.

Seit sage und schreibe fünf Jahren wünscht die Günter Broich, einmal Prinz zu sein. Damals hat die Ehefrau gesagt: „Machs, und ich lass mich scheiden.” Die Gattin hat ihre Meinung geändert. Bis heute, da ist sich Günter Broich sicher, „war sie jedenfalls noch nicht beim Anwalt”.

Textsicher, auch nach 15 Bier

Prinz zu sein, das ist ein teurer Spaß. Doch über das Geldausgeben will Günter Broich vorerst gar nicht reden. Das Ganze sei nun mal sein Privatvergnügen, er habe sich was auf die Seite gelegt. Und er raucht seit 30 Jahren nur Selbstgedrehte. - Ob er über Weihnachten schon Karnevalslieder eingeübt hat, wollen wir wissen. Nicht nötig, er sei seit Jahren textsicher. „Auch nach 15 Bierchen?” „Dann vielleicht noch mehr”, sagt er und lacht.