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Stolberg-Zweifall: Grundschule Zweifall soll erweitert werden

Stolberg-Zweifall : Grundschule Zweifall soll erweitert werden

Während die Schüler der Grundschule Zweifall noch die letzten Ferienwochen genießen und das Lehrerkollegium sich langsam auf das kommende Schuljahr vorbereitet, wird hinter den Kulissen die Zukunftsplanung vorangetrieben.

Der Ausbau zur Offenen Ganztagsschule steht an, und wenn die Ferien vorbei sind, soll der Bau- und Vergabeausschuss die Verwaltung mit weiteren Schritten dazu beauftragen.

Mit Spannung blickt der Förderverein der Schule auf dieses Datum, denn der hatte sich bei der Planung des Ausbaus besonders ins Zeug gelegt und den Aachener Architekten Albert Frey beauftragt, einen Vorentwurf zu erstellen.

Der Entwurf sieht einen Neubau auf dem Schulhof vor, der neben dem bestehenden Schulgebäude an dieses anschließen soll. Vorgesehen ist ein zweigeschossiger Erweiterungsbau, der über ein Podest mit dem Hauptgebäude verbunden ist.

„Die Schule hat sich über die Pläne mit dem zuständigen Hochbauamt abgestimmt”, erklärt Fachbereichsleiter Josef Braun, dass der Entwurf, wie er jetzt vorliegt, die Zustimmung der Verwaltung hat.

„Über das, was vorliegt, herrscht zwischen beiden Seiten Konsens”, so Braun, der ausdrücklich die Vorleistung des Fördervereins lobt, der die ganze Sache sehr gut und engagiert begleite.

Geplant: Multifunktionsraum

Gearbeitet wird schon jetzt auf der Fläche, wo schon bald der erforderliche Neubau entstehen soll. Noch handelt es sich aber nur um die Beseitigung von Oberflächenschäden auf dem Schulhofbelag, mit den geplanten Baumaßnahmen, die erst noch beschlossen und vergeben werden müssen, habe das nichts zu tun, so Braun.

Der geplante Neubau ist ein rechteckiger, sich zum Schuhof hin öffnender Sockelbau, der in seinem unteren Sockelgeschoss Lagerräume beherbergt, die bei Bedarf zu Sanitärzellen umgebaut werden können.

Das Obergeschoss soll aus zwei Gruppenräumen bestehen, die durch eine mobile Faltwand getrennt und deshalb bei Bedarf auch als großer Multifunktionsraum genutzt werden können.

Die Planung blickt aber auch über die rein schulische Nutzung hinaus. So ist im Sockelgeschoss des neuen Gebäudes ein „Raum für die Jugend” vorgesehen, der als Modellprojekt zur Motivation und Integration zu einem Treffpunkt werden soll.

Auch das Schulhofgelände soll neu gestaltet werden, um außerschulische Veranstaltungen wie zum Beispiel die Aufstellung eines Festzelts zu ermöglichen.

Erweitert wird der Schuhof allerdings nicht, auch wenn das neue Gebäude einen Teil der Fläche in Anspruch nimmt. Das Gelände sei groß genug, sagt Josef Braun, der Neubau nehme davon nur „eine Mini-Fläche in Anspruch”.

Um den Ganztagsbetrieb zu ermöglichen, muss natürlich auch eine Küche her. Die soll in dem Altbau südöstlich der Schule entstehen, also dem Gebäude, in dem die ursprüngliche Zweifaller Grundschule untergebracht war.

„Angenehme Atmosphäre”

Dessen erdgeschossige Räume werden laut Architektenplan so umstrukturiert, dass dort eine Aufwärmküche mit Speiseraum hergerichtet werden kann.

So entstehe „nicht nur eine angenehme und ruhige Atmosphäre für die tägliche Mahlzeit”, so Architekt Frey in seiner Entwurfsbeschreibung, sondern es könnten auch alle gesundheitsrelevanten und hygienischen Vorschriften erfüllt werden.

Entscheidend ist jetzt noch das Votum des Bau- und Vergabeausschusses, der die Verwaltung mit den weiteren Planungsschritten beauftragen muss. Da aber sowohl Schule als auch Verwaltung dem Entwurf zuneigen, ist mit erheblichen Änderungswünschen seitens der Politik nicht zu rechnen.

Die Kosten für die Ausführung sind mit 676.500 Euro berechnet, davon 546.500 reine Baukosten. Der Rest ist für die Außenanlagen und die Einrichtung geplant.

90 Prozent der Gesamtkosten, also 608.800 Euro, sollen als Förderung vom Land kommen. Den Rest trägt die Stadt.