Wochenmarkt vor dem Rathaus: Grüne wollen „weiteren gut besuchten Markt etablieren“

Wochenmarkt vor dem Rathaus : Grüne wollen „weiteren gut besuchten Markt etablieren“

Seit Wochen beschäftigt das Thema Wochenmarkt auf dem Kaiserplatz die Stolberger. Nun schalten sich auch die Grünen ein.

Am 2. Oktober war der erste Mittwoch seit Jahrzehnten, an dem der planmäßige Wochenmarkt auf dem Kaiserplatz nicht mehr zu finden war. Auf Basis einer Entscheidung im gemeinsamen Koalitionsausschuss hatte die Verwaltung den verbliebenen drei Händlern aus der Textil- und Lederbranche das Marktrecht entzogen.

Die Entscheidung wie auch das Vorgehen rief Kritik hervor. Bürger vermissten die preiswerte Möglichkeit zum Einkauf. Die CDU zeigte sich darüber verwundert, dass die Thematik nicht zuerst in einem Ratsgremium behandelt wurde. Die SPD hielt dies für ein laufendes Geschäft der Verwaltung.

Nun wird der Wochenmarkt am Dienstag, 5. November, doch noch ein Thema im Hauptausschuss. Die Fraktion der Grünen hat mit Datum vom 14. Oktober beantragt, die Verwaltung mit der Erstellung „eines bürgernahen Konzeptes für einen weiteren Wochenmarkt“ zu beauftragen. Dazu soll eine Umfrage unter der Bürgerschaft durchgeführt werden, um die gewünschten Rahmenbedigungen – Zeit, Ort, Produkte –  zu erkunden. Außerdem soll das städtische Ortsrecht zum Wochenmarkt angepasst werden.

Wochenmärkte seien nicht nur ein wichtiges Instrument zur Belebung von Innenstädten, böten die Möglichkeit zum regionalen und saisonalen Einkauf und könnten zur Reduzierung von Verpackungsmüll beitragen, argumentieren Nicole Thelenz und Dina Graetz weiter. Der Wochenmarkt auf dem Jordanplatz sei erfolgreich, „jedoch sollte es bei der Größe unserer Stadt möglich sein, einen weiteren gut besuchten Markt zu etablieren.“

Die SPD selbst hatte bereits im Herbst 2017 die Einführung eines Feierabendmarktes, etwa von 17 bis 20 Uhr auch zur Belebung der Innenstadt, vorgeschlagen, für den die Verwaltung aber bislang nicht ausreichend interessierte Beschicker gefunden hatte. Nun soll der Bürgermeister versuchen, dieses Format neu zu forcieren.

Darüber hinaus befassen die Sozialdemokraten den Hauptausschuss mit einem weiteren Vorstoß zur Nutzung des Kaiserplatzes. Erste Ideen dazu wurden 2009 bei der Erstellung des Innenstadtkonzeptes und 2014 bei der Antragstellung formuliert: die Erstellung eines Nutzungs- und Vermarktungskonzeptes. Die Idee dahinter ist, mit einer Steigerung der Anzahl von Veranstaltungen zur Belebung der Innenstadt beizutragen. Eine ganze Reihe von Veranstaltungen hat sich bereits auf dem Kaiserplatz etabliert. Aber es bleibt viel Raum für weitere Aktivitäten. Um die zusätzlich gewonnenen Nutzungsmöglichkeiten, auch durch neue Angebote, optimal umsetzen zu können, soll ein Konzept her. Im Förderbescheid von 2014 waren 5000 Euro für eine solche Maßnahme angesetzt.