Stolberg: Großbaustellen im Wechsel

Stolberg: Großbaustellen im Wechsel

Im Plan liegen die Arbeiten an der größten städtischen Tiefbaustelle für die nächsten Monate. Nachdem Leitplanken und störender Bewuchs entlang der Aachener Straße entfernt wurden und das Tiefbauunternehmen sich dort eingerichtet hat, begann gestern der eigentliche Startschuss.

Von Burgstüttgen an wird die Kanalleitung bergauf bis zum Lehmkaulweg erneuert; das sind gut 1000 Meter. Während mit dem Bagger gestern zuerst einmal der Schacht freigelegt wurde, an dem die neue Leitung angeschlossen werden soll, wird während der nächsten Wochen zuerst der Neubau der Abwasserleitung vorangetrieben.

Warten auf trockenes Wetter: Die letzten Vorbereitungen für das Aufbringen der Deckschicht auf den Verkehrsachsen der „Teufelsinsel“ laufen. Foto: J. Lange

Mit zeitlichem Abstand folgt dann die Kolonne, die die neue Fahrbahn der Aachener Straße erstellt. Dazu muss auch an der Karlshöhe der Hang zur Finkensiefstraße aufgefangen werden. 600 Gabionen werden dort in die Erde gebracht, um dem neuen Straßenaufbau den erforderlichen Halt zu geben.

Der „erste Spatenstich“: Nach den Vorarbeiten hat gestern auf der Aachener Straße die Verlegung einer neuen Kanalleitung von Burgstüttgen in Richtung Lehmkaulweg begonnen. Bis Weihnachten 2014 wird die Strecke für den Durchgangsverkehr gesperrt bleiben. Foto: J. Lange

Bis Weihnachten nächsten Jahres wird die Aachener Straße für den Durchgangsverkehr gesperrt bleiben; eine Umleitung hat die Stadt über Lehmkaulweg und Finkensiefstraße (L 220) zur Zweifaller Straße (L 238) ausgeschildert.

Dort kommt es während der Hauptverkehrszeiten insbesondere im Einmündungsbereich zu Verkehrsstockungen. Während der Morgenstunden stauen sich die Fahrzeuge auf der Finkensiefstraße manches Mal bis an die Selbstwaschanlage in Büsbach zurück.

Enden wird die Zeit der Verkehrsbehinderungen aber in den nächsten Tagen im Bereich der „Teufelsinsel“. Dort wird am Vorgänger als größte Baustelle der Kupferstadt nach rund eineinhalbjähriger Bauzeit letzte Hand angelegt.

Das regnerische Wetter hat dem Tiefbauunternehmen allerdings einen kleinen Strich durch die Zeitrechnung gemacht. Denn die letzte Deckschicht aus feinem Asphalt kann erst bei trockener Witterung aufgebracht werden.

Dennoch wird versucht, den Zeitplan möglichst einzuhalten, nach dem am 21. September die Arbeiten soweit abgeschlossen sein sollen, dass die Sperrungen von Friedrich-Ebert-, Karl-Arnold-Straße, Matthiasschacht sowie im Einmündungsbereich mit der Kogelshäuserstraße wieder aufgehoben werden können.

Allerdings sind während der vergangenen Tage die Vorbereitungen so weit gediehen, dass nur noch die Deckschicht „gefahren“ werden muss. Das soll, falls das Wetter es nicht schon früher zulässt, notfalls auch am Samstag geschehen. Mit rund 800.000 Euro waren die Arbeiten kalkuliert worden.

(-jül-)