Größerer Werksverkauf und eine moderne Kantine für Dalli-Mitarbeiter

Dalli-Gruppe : „Wirtzhaus“ als Zeichen für die Zukunft

Die Fenster im Parterre sind wieder verhangen. Hinter den Spanplatten und auf den Etagen laufen die Arbeiten im „Wirtzhaus“ an der Zweifaller Straße. Wann genau welche Abteilung ihr neues Domizil beziehen wird, ist noch ein streng gehütetes Geheimnis, aber auf Anfrage unserer Zeitung hat die Dalli-Gruppe jetzt das Nutzungskonzept für das neue Gebäude erläutert.

Es wird eine zentrale Rolle für das Unternehmen spielen. 2014 hatte Dalli das Gebäude vom Schwesterunternehmen Grünenthal erworben. Das Pharmazieunternehmen hatte dort 2012 die letzten Teile seiner Produktion abgezogen. 1954 war der achtstöckige Werksteil II auf einem rund 1000 Quadratmeter großen Grundstück erbaut worden.

Mit der Übernahme hat Dalli erst einmal begonnen, die Immobilie wieder fein herauszuputzen. Und ihr einen Namen zu geben. Dabei durfte die Belegschaft mit entscheiden und hat schnell ein klares Votum abgegeben: Wirtzhaus. Der Name gilt zum einen als Referenz an den Gesellschafter, zum anderen als Beleg für die fortgesetzte Innovationskraft des Unternehmens.

Das kündigte vor drei Jahren an, den Werksverkauf zukünftig im „Wirtzhaus“ größer und repräsentativer als an der Finkenseifstraße zu machen und ein deutliches Stück näher an die Innenstadt zu rücken sowie zudem den unbefestigten Parkplatz zu Kaufland hin zu sanieren. Das ist längst geschehen, und nun richten sich wieder alle Augen auf das „Wirtzhaus“. Der Plan steht:

Der neue Werksverkauf im Nordteil des Erdgeschosses soll die Präsenz des beliebten Shops in der Stolberger Innenstadt noch weiter verbessern.

Zudem sollen die Dalli-Mitarbeiter künftig in einer nagelneuen Werkskantine im Erdgeschoss versorgt werden, die den neuesten und höchsten Anforderungen für Firmen-Restaurants entspricht. „Als Familienunternehmen fühlen wir uns unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eng verbunden“, sagt Ralf Mühlenberg. Aus ihren eigenen Familien wissen sie: „Gutes Essen und eine entspannte Atmosphäre sind für das Wohlbefinden entscheidend. Darum ist es uns sehr wichtig, ihnen beides auch bei dalli zu bieten“, betont der Geschäftsführer der Dalli-Werke GmbH & Co. KG.

Besondere Synergieeffekte verspricht sich das Familienunternehmen durch die Konzentration einer Zukunftsabteilung im neuen Umfeld: Die Abteilung „Forschung und Entwicklung“ (F&E) gilt als einer der wichtigsten Garanten für den wachsenden Markterfolg der Dalli-Gruppe. „Hier werden fortlaufend neue Produkte entwickelt, deren herausragende Qualität immer wieder unter anderem durch Tests der ,Stiftung Warentest’ eindrücklich bestätigt wird“, sagt Mühlenberg. „Damit unsere Mitarbeiter ihre Erfahrung und Kompetenz künftig noch effektiver bündeln können“, wird im dritten Obergeschoss eine Laboretage eingerichtet, in der die Spezialisten künftig unterstützt durch modernste Ausstattung gemeinsam forschen und entwickeln werden.

Darüber hinaus soll ein Konferenzbereich mit aktueller Medientechnik und neuen Büroflächen im ersten Obergeschoss den Austausch der Ideen weiter verbessern. „Effektive Kommunikation unter den Abteilungen und mit den Kunden ist ein wesentlicher Schlüssel zu zukunftsweisenden und nachhaltigen Konzepten“, erläutert Ralf Mühlenberg das Projekt.

Weiterhin setzt Dalli ein weiteres Zeichen für die Grundbausteine seiner Firmen-Philosophie mit den Werten „Sicherheit, Gesundheit, Umwelt und Qualität“: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die an der Einhaltung, Überwachung und der Weiterentwicklung dieser Werte mitarbeiten, werden künftig im zweiten Obergeschoss des „Wirtzhauses“ gemeinsam mit dem Bereich zentrales Ingenieurwesen und Controlling arbeiten.

„Das Wirtzhaus steht für die konsequent zukunftsorientierte Unternehmensstrategie der Dalli-Gruppe“, sagt Ralf Mühlenberg. „Es zeigt: Wir sind in Stolberg zuhause – aber zugleich in Europa erfolgreich“, so der Geschäftsführer. Um diesen Erfolg zu sichern, investiere das Unternehmen nicht nur mit dem „Wirtzhaus“ in die Lebensqualität der Belegschaft, sondern auch in die Forschungs-Kapazitäten sowie Konzepte zur Sicherung der Nachhaltigkeit.

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