Stolberg: „Goethes Freunde“ ziehen bei Jahreshauptversammlung Bilanz

Stolberg : „Goethes Freunde“ ziehen bei Jahreshauptversammlung Bilanz

In kleinerer Runde als gewöhnlich, aber dennoch gut gelaunt, kam man in der urigen Altstadt Kneipe „Piano“ zur Jahreshauptversammlung des Vereins von Ehemaligen und Freunden des Goethe-Gymnasiums („Goethes Freunde“) zusammen.

Eröffnet wurde der Abend vom Vorsitzenden André Berger, der, nachdem er alle anwesenden Mitglieder sowie den Schulleiter Bernd Decker begrüßt und den Formalien Genüge getan hatte, ein Fazit des vergangenes Geschäftsjahres zog. Hierbei hob er hervor, dass es zwar „keine aufregenden Neuigkeiten“ gegeben habe, dass der Verein die Schule aber wieder mit einem Betrag von ungefähr 20.000 Euro unterstützen konnte.

Diese Summe wurde, laut Bernd Decker, unter anderem in die Anschaffung eines Klassensatzes Roboter einer innovativen Stolberger Firma investiert. Diese Roboter trügen bedeutend zur Motivation der Schüler und Schülerinnen bei. Er untermauerte dies, indem er den Anwesenden voller Begeisterung berichtete, dass die kleinen Gesellen im Haus den Namen „BOB“ erhalten und die Schüler einer Informatikklasse sogar ein „Zuhause“ für die Neuzugänge geschaffen hätten. Ein Indiz dafür, wie groß die Akzeptanz der Roboter sei.

Weiterhin unterstrich der Schulleiter sehr deutlich, dass die Zuschüsse des Vereins „unkomplizierte, wertvolle Mittel“ darstellten. Davon profitiere auch die Schaffung der neuen Bläserklasse.

Unter einer Bläserklasse hat man sich einen Klassenverband vorzustellen, in dem jeder Schüler ein Blasinstrument zu spielen lernt. Diese Form des praktischen Musikunterrichts, der über zwei Jahre läuft, hat neben dem Erlernen des Instrumentes, den positiven Effekt, dass der Teamgeist der Klasse gefördert werde und die Schule außerdem über ein eigenes, kleines Orchester verfüge.

Unterstützt wird die Schaffung dieser Klasse, in der jeder Schüler ein Leihinstrument von der Schule erhält, neben den Vereinszuschüssen, durch einen Betrag von 3000 Euro aus einem Kulturfond der Sparkasse, aus städtischen Zuschüssen sowie aus einer Spende von 600 Euro, die unter den Abiturienten des Jahrgang 1958 gesammelt wurde. Informiert hat der Schulleiter die Anwesenden auch noch darüber, dass die neuen 5-Klässler wieder im G9 System beschult würden.

Als weiterer Programmpunkt stand noch der Antrag an, den Verein ins Vereinsregister eintragen zu lassen. Diesen begründete André Becker damit, dass es bedeutende rechtliche und banktechnische Vorteile mit sich brächte. Der Antrag wurde von den Anwesenden in öffentlicher Abstimmung einstimmig angenommen.

Rolf Gussen, der vor 60 Jahren seine Reifeprüfung abgelegt hat, war es dann, dem die abschließenden Worte gehörten, in denen er sich im „Namen von Vielen“ für den Einsatz des Vorstandes bedankte, bevor der gemütliche Teil des Abends eingeläutet wurde, bei dem bestimmt noch die eine oder andere launige Anekdote zum Besten gegeben wurde.

(abu)
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