Stolberg: „Goethe” liegt diesmal ganz weit vorn

Stolberg: „Goethe” liegt diesmal ganz weit vorn

Es wird eng auf der Liester. Doch am Schulzentrum nimmt man die Zahlen, die von der Stadt jetzt veröffentlicht wurden, durchaus als Anlass zur Freude.

Das Rennen um die Spitze der Stolberger weiterführenden Schulen hat die Realschule I zwar ganz knapp gegen das benachbarte Goethe-Gymnasium verloren, doch mit 111 beziehungsweise 115 angemeldeten Kindern für das kommende Schuljahr haben sich beide Schulen deutlich nach oben entwickelt.

Im vergangenen Jahr kam das Goethe zum selben Zeitpunkt auf gerade einmal 77 Schüler, die Realschule immerhin auf 93. Noch sind allerdings auch diese Zahlen - wie im Vorjahr - nur vorläufig, denn Rückläufer, zum Beispiel abgewiesene Schüler aus anderen Städten, kann es an jeder Schule noch geben.

Beim Goethe-Gymnasium jedenfalls dürfen die Sektkorken knallen - sprichwörtlich natürlich, denn Alkohol ist an der Schule selbstverständlich tabu. Nicht nur weil die Schule jetzt vierzügig fahren kann, sondern auch, weil die jetzige Zahl so gut passt, dass niemand abgewiesen werden muss.

„Es ist auch ein bisschen Glück, wenn es so auskommt”, sagte Schulleiterin Stefanie Luczak am Freitag mit Blick auf Aachen. Dort waren an vielen Gymnasien die Anmeldezahlen so, dass nicht alle Bewerber aufgenommen oder aber die angestrebte Klassenzahl nicht erreicht werden konnten. „Wir müssen zum Glück niemanden wegschicken.”

Schuldezernent Dr. Wolfgang Zimdars ist froh, dass die Abweichungen der aktuellen Zahlen von den Prognosen im Schulentwicklungsplan, der im vergangenen Jahr für Wirbel gesorgt hatte, nicht allzu groß seien. Deutlich verschätzt hat er sich nur bei der Realschule Mausbach, die nun mit 45 Kindern keine Probleme hat, zwei Klassen zu bilden - was auch den Schuldezernenten freuen dürfte.

Genau beobachten wird Zimdars aber die Entwicklung an den Hauptschulen, wo die Gesamtanmeldezahl seit Jahren rückläufig ist und derzeit mit 77 Schülern deutlich unter den avisierten 90 liegt. „Wir haben da so gerade noch Zweizügigkeit”, sagt Zimdars. „Man muss sehen, wie das weitergeht und eventuell prüfen, welche Konsequenzen man zieht.” Jedoch könne sich die Zahl noch relativieren, weil es gerade an den Hauptschulen immer Nachzügler gebe: „Vielleicht ist der Rückgang gar nicht so hoch.”