Stolberg-Vicht: Glückspilze und viele andere zufriedene Karnevalisten

Stolberg-Vicht : Glückspilze und viele andere zufriedene Karnevalisten

Auch in Vicht wurde der Tulpensonntagszug von der Sonne verwöhnt. Das war vor allem gut für die zahlreichen Fußgruppen, deren fantasievollen Kostüme im Sonnenschein so richtig zur Geltung kamen. Zum Beispiel die achtköpfige Frauengruppe, die sich als Glückspilze verkleidet hatte und Blumensträuße in den Händen hielt. Oder die zahlreichen Meckis, die an die bekannte Comicfigur der 1950er und 1960er Jahre erinnerten.

Nach eigenem Bekunden bereits zum 17. Mal waren die Damen dabei, die sich als „Zicken“ einen Namen gemacht hat. Ideenreich war auch die Ausstattung der kleinen Gruppe, die als Punker verkleidet einen Bollerwagen hinter sich herzog, der bis zum Rand mit Tulpen gefüllt war.

Dank des strahlenden Sonnenscheins kamen die Kostüme der Fußgruppen besonders gut zur Geltung. Foto: T. Dörflinger

Fünf Motivwagen umfasste allein die Abordnung, die die Interessengemeinschaft Zweifaller Karneval gestellt hatte. Angeführt wurde sie von Prinz Abes I., der hoch oben auf einem Wagen der Zweifaller Löschgruppe thronte. So viel Zweifaller Dominanz wird die Vichter KG am heutigen Rosenmontag nicht unbeantwortet lassen. Sie beabsichtigt, ebenfalls mit einer großen Gruppe am Umzug des Nachbarortes teilzunehmen.

Piratenschiff an der Spitze

Zahlreich vertreten war auch wieder die KG Adler Werth — fünf bunte Motivwagen bekamen die Jecken, die die Straßenränder säumten, zu sehen. Angeführt wurde der Vichter Zug derweil von der heimischen Narren- und Piratengarde. Sie machte nicht nur eine Ausfahrt mit ihrem traditionellen Piratenschiff, sondern hatte auch ein große Fußgruppe aufgeboten.

Die musikalische Gestaltung des Umzuges hatte neben dem Zweifaller Spielcorps eine Abordnung der Vichter Löschgruppe der Freiwilligen Feuerwehr übernommen.

Nach dem Umzug, der vorwiegend über die Eifelstraße zog und als „Nebenstrecken“ Teile von Rumpen-, Kranzberg- und Fischbachstraße ansteuerte, war noch lange nicht Schluss. Schließlich fand die „After-Zoch-Party“ bereits zum zweiten Mal in den auf dem Dörenberg gelegenen Räumlichkeiten des VfL Vichttal statt. Ein Shuttle-Bus-Service ab der Vichter Kirche sorgte dafür, dass Strecke und Höhenunterschied von den Karnevalisten problemlos bewältigt werden konnten.