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Stolberg: Gesamtschule: CDU wehrt sich gegen Vorwürfe

Stolberg : Gesamtschule: CDU wehrt sich gegen Vorwürfe

Es sei falsch, dass die CDU Voraussetzungen für die Errichtung einer Gesamtschule aufgestellt habe, sagt deren Vorsitzender Tim Grüttemeier.

Man habe die Verwaltung stattdessen gebeten, die Voraussetzungen einer Gesamtschule zu ermitteln und hierbei mehrere Fragen zu beantworten, die wichtig seien, so Grüttemeier zu dem Antrag, in dem die CDU unter anderem fragt, wo eine Gesamtschule errichtet werden könnte, was dies kosten würde, ob eine Gesamtschule Ganztagsbetrieb anbieten könnte und welche Auswirkungen sie auf die Existenz der bisherigen weiterführenden Schulen in Stolberg hat.

„Nach Auffassung der CDU kann man sich mit diesem wichtigen Thema erst auseinandersetzen, wenn alle Fakten bekannt sind”, so Grüttemeier. Hierzu gehöre zwingend, dass man alle Auswirkungen kennt. „Für mich ist das der Grundsatz, nachdem man Politik machen sollte”, so Grüttemeier. Auch wenn am 30. August Kommunalwahlen stattfinden und der Wahlkampf beginnt, gelte für die CDU, dass politische Entscheidungen auf Basis von Fakten getroffen werden und nicht aufgrund von lauten Forderungen.

Überdies sei es so, dass in Stolberg jedes Jahr mehr Eltern ihre Kinder an einer Hauptschule, einer Realschule oder einem Gymnasium anmelden, als an einer Gesamtschule.

Die SPD-geführte Landesregierung habe zwischen 1993 und 2005 im Bereich der weiterführenden Schulen ausschließlich Gesamtschulen die Genehmigung zum Ganztagsbetrieb erteilt. „Seit 2005 wird diese Ungleichbehandlung durch die CDU auf Landesebene korrigiert”, betonen unisono Grüttemeier und der CDU-Landtagsabgeordnete Axel Wirtz, dass nun zunächst Hauptschulen, Realschulen und Gymnasien bei der Einrichtung des Ganztagsbetriebes bevorzugt würden. „Stolberg hat hiervon massiv profitiert und ist in wenigen Wochen Vorreiter in NRW mit zwei Gymnasien, einer Realschule und einer Hauptschule im gebundenen Ganztagsbetrieb”, stellen beide klar.

Die SPD wolle irgendwann zwischen Oktober 2009 und Oktober 2014 eine Elternbefragung zum Thema Gesamtschule durchführen. „Wir haben nun als CDU dafür gesorgt, dass deutlich früher die Fakten zur Errichtung einer Gesamtschule ermittelt werden und eine Entscheidung getroffen werden kann”, so Grüttemeier. Die CDU stehe dieser Frage offen gegenüber.