IG Metall Gewerkschaftstag: Gerechte Gestaltung des Braunkohleausstiegs im Rheinischen Revier

IG Metall Gewerkschaftstag : Gerechte Gestaltung des Braunkohleausstiegs im Rheinischen Revier

Auf Initiative der IG Metall Geschäftsstellen, die im oder am rheinischen Revier liegen, hat der 24. Ordentliche Gewerkschaftstag einen Antrag zur Gestaltung des Braunkohleausstiegs beschlossen.

Martin Peters, Geschäftsführer der IG Metall Stolberg sagte dazu: „In der Region sind rund 27.000 Arbeitsplätze durch den Braunkohleausstieg bedroht. Etwa 6000 davon entfallen auf industrielle Zuliefer- oder Dienstleistungsunternehmen, die im Wesentlichen dem Organisationsbereich der IG Metall angehören. Auch hier darf niemand ins Bergfreie fallen.“

Aus diesem Grund habe der Gewerkschaftstag beschlossen, dass sich die IG Metall dafür einsetzen wird, dass Beschäftigte in solchen Unternehmen, im Falle des Verlustes ihres Arbeitsplatzes, resultierend aus dem Kohleausstieg eine Leistung vergleichbar zum „Anpassungsgeld Bergbau“ für die originär beim bergbautreibenden Unternehmen beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhalten, so Peters weiter.

Zudem müssten Zulieferer aus Mittelstand und Handwerk bei der Entwicklung von Zukunftsperspektiven unterstützt und Qualifizierungsmaßnahmen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer für die neuen Herausforderungen geschaffen werden.

Die IG Metall setze sich außerdem dafür ein, dass in der Region ein Fokus auf Schaffung neuer regionaler Wertschöpfungsketten, Entwicklung neuer industrieller Kerne sowie die Sicherung regionaler Energieversorgung gelegt werde und gute Arbeit im Revier bleibt.

Peters sagte: „Neben den Zulieferern und Dienstleistern setzen wir uns für die Beschäftigten der energieintensiven Industrie in der Region ein. Auch hier gibt es massive Risiken für tausende Arbeitsplätze, angesichts der bereits kurzfristig absehbaren Einschränkungen der Verfügbarkeit von Strom zu verlässlichen Bedingungen und wettbewerbsfähigen Kosten.“

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