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Stolberg: Gemeinde-Zuschnitte stehen

Stolberg : Gemeinde-Zuschnitte stehen

Die Würfel sind gefallen, die Weichen für die Zukunft gestellt: Die neun amtierenden Pfarrer im Stolberger Stadtgebiet haben sich auf den Zuschnitt der beiden Gemeinschaften von Gemeinden geeinigt.

Sie werden grob nach Süd und Nord unterteilt und zählen jeweils gut 18.500 Katholiken. Verbunden ist die neue Struktur mit deutlichen personellen Veränderungen. Bis 2012, so legt es das Bistum Aachen fest, müssen vier der derzeit neun Priesterstellen gestrichen werden. Im Gegenzug können im selben Zeitraum drei zusätzliche Gemeindereferenten eingestellt werden.

„Akzeptable Lösung”

„Ich denke, wir haben eine akzeptable Lösung gefunden”, resümierte Dechant Hans Doncks am Freitag gegenüber unserer Zeitung. „Die müssen wir jetzt in die Gemeinden tragen und auch vertreten.” Zur Gemeinschaft Nord werden die Pfarrgemeinden St. Lucia, St. Mariä Himmelfahrt, St. Josef Donnerberg, St. Sebastianus Atsch, Herz-Jesu Münsterbusch, St. Franziskus und St. Hermann-Josef Liester gehören.

Die Gemeinschaft Süd setzt sich aus neun Pfarren zusammen: St. Hubertus Büsbach, St. Barbara Breinig, St. Mariä Empfängnis Dorff, St. Johannes Baptist Vicht, St. Markus Mausbach, St. Rochus Zweifall, St. Josef Werth, St. Josef Schevenhütte und St. Laurentius Gressenich.

Gelassener Dechant

Bis zum Jahr 2012 wird sich der Personalschlüssel für Stolberg erheblich verändern. Jeweils 2,5 Priesterstellen und drei Gemeindereferenten sieht das Bistum dann für die beiden Gemeinschaften vor. Der dadurch bedingten Reduzierung des Priesterpersonals sieht der Dechant jedoch gelassen entgegen: „Die bestehende Altersstruktur wird ihren Teil dazu beitragen. Zudem besteht die Möglichkeit, eine Stelle nicht mehr neu zu besetzen, wenn ein Kollege eine andere Stelle antreten möchte.” Über die Übernahme von Pfarren durch einen anderen Priester soll aber in jedem Fall erst diskutiert werden, wenn Handlungsbedarf entsteht.

Ähnlich zurückhaltend soll auch bei der Einstellung dreier Gemeindereferenten vorgegangen werden. „Wenn wir jemanden finden, der zu uns passen könnte, werden wir uns mit ihm unterhalten”, kündigt Hans Doncks an. „Es gibt aber keinen Grund etwas zu überstürzen.” Nicht tangiert von den anstehenden Umstrukturierungen werden die beiden Pastoralreferentinnen. Sie bleiben auf Dekanatsebene tätig.

Kirchengemeindeverbände entstehen

Die Bildung der Gemeinschaften von Gemeinden betrifft zunächst die pastorale Ebene. Sie wird, so kündigt Doncks an, jedoch mit der Gründung von Kirchengemeindeverbänden einhergehen. Schließlich ist das Bistum - und mit ihm die Pfarren - auch im administrativen Bereich gezwungen, die Kosten zu senken.