Stolberg-Büsbach: Gelungenes Konzert in St.-Hubertus der Mutter Gottes gewidmet

Stolberg-Büsbach : Gelungenes Konzert in St.-Hubertus der Mutter Gottes gewidmet

Erstaunlich gut besucht war das kirchenmusikalische Konzert in St. Hubertus in Büsbach am frühen Sonntagabend.

Mai und Oktober zählen zu den Monaten im Kirchenjahr, in denen der Mutter Gottes besonders gedacht wird. Unter dem Titel „Ave Maria“ gaben das Breiniger Blockflötentrio, bestehend aus Petra Conrads, Elisabeth Ervens und Franz Körfer, sowie das Vokalterzett mit Monika Kettenis (Sopran), Corinna Heller (Sopran) und Anne Lafeber (Alt) vom Aachener Opernchor Zeugnis von der Hoffnung, dem Trost, der Freude und Heimat, die Menschen immer wieder im Beten oder Zuhören der Marientexte gefunden haben.

Gemeinsam gebetet

Pfarrer Jürgen Urth sprach bei seiner Begrüßung von Maria, als der „Mutter des Herrn“ und „Fürsprecherin bei Gott“. Mit den Konzertbesuchern betete der Hausherr dann zunächst das „Ave Maria“, das nach dem „Vater unser“ zu den meist gesprochenen Gebeten der Christenheit gehört.

Verehrung

Viele Komponisten wie zum Beispiel Camille Saint-Saens, Johann Michael Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart, Josef Rheinberger, Francis Poulenc und Franz Schubert haben eigens Stücke geschaffen und so ihre Verehrung für die Gottesmutter zum Ausdruck gebracht.

Es waren Marienlieder aus vier Jahrhunderten, darunter bekannte („Ave verum“, „Ave Maria“, „Die Himmel erzählen“) als auch unbekanntere Werke („Ave Regina“, „Ave verum corpus“). Die Künstler schickten ihre gesungenen Gebete zunächst von der Orgelempore aus Richtung Altar und das alles professionell und routiniert.

Der warme, dreistimmige Gesang war mit der souveränen Orgelbegleitung durch Franz Körfer ein musikalischer Hochgenuss, der den weiten Raum der Kirche füllte. Natürlich durfte die wunderschöne, romantische Weise von Max Reger nicht fehlen. Das „Mariä Wiegenlied“ gehörte mit zu den Höhepunkten des Abends.

Das Blockflötentrio aus Breinig spielte in der besinnlich und froh machenden Stunde Musik von Arcangelo Corelli, James Hook und Joseph Haydn. Ihre eindrucksvolle Klangreise zog die andächtigen Zuhörer in einen fast meditativen Bann. Sie hatten teilweise die Augen geschlossen und genossen die einfühlsame Virtuosität. Alles wurde mit Präzision und Hingabe gespielt.

Das letzte Stück des Konzertes war „Regina coeli“ von Antonio Lotti, das sie gemeinsam mit dem Vokalterzett interpretierten. Stimmen und Empfindungen verschmelzten in ein großes Marienlob.

Begeistert von diesem besonderen Konzerterlebnis, applaudierten die Zuhörer erst nach kurzem Innehalten.

(mlo)
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