Stolberg: Gegen die Spielsucht: Vergnügungssteuer soll angehoben werden

Stolberg: Gegen die Spielsucht: Vergnügungssteuer soll angehoben werden

101 Geldspielgeräte stehen in acht Stolberger Spielhallen, 86 in Gaststätten und an sonstigen Orten. Diese Geräte schlucken pro Jahr über sechs Millionen Euro Münzgeld, wobei die Spielhallengeräte etwa den vierfachen Umsatz der Gaststättengeräte verbuchen.

Die Stadt hätte davon gerne einen höheren Anteil - und will daher im kommenden Jahr nicht nur den Steuermaßstab, sondern auch gleich die Steuerhöhe umstellen: Waren es 2011 rund 300.000 Euro, sollen es 2012 knapp 457.000 Euro werden.

Und das, glaubt man der Erklärung von Dr. Wolfgang Zimdars, für einen doppelten guten Zweck: „Zur Eindämmung der Spielsucht und um den Erfordernissen einer konsequenten Haushaltskonsolidierung gerecht zu werden, sowie unter der Berücksichtigung der wirtschaftlichen Situation ist die Stadt Stolberg verpflichtet, eine Erhöhung der Vergnügungssteuer vorzunehmen”, erklärt der Kämmerer der Stadt. Über die Anhebung der Steuersätze soll der Stadtrat in seiner heutigen Sitzung entscheiden.

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