Stolberg: Fußball-Camp: Das Lernen steht im Vordergrund

Stolberg : Fußball-Camp: Das Lernen steht im Vordergrund

Im Stadion am Glashütter Weiher wurde auch in diesen Sommerferien wieder fleißig trainiert. Insgesamt 35 Kinder im Alter von neun bis vierzehn Jahren nahmen begeistert an dem Fußball-Feriencamp-Angebot der Stadt Stolberg teil.

Zum mittlerweile fünften Mal finden die Ferienspiele nun in Kooperation mit dem FC Stolberg statt. Einige der Nachwuchskicker konnten im Voraus bereits erste Erfahrungen in Vereinen der Umgebung sammeln. Für viele der jungen Stolberger ist Fußball aber auch „einfach nur so ein Hobby“.

Für den Trainerstab bestehend aus René Vondermaßen, Alexander Oedekhoven und Nicolai Herwartz-Emden, dessen sportliche Leitung Trainer Marc Griese vom FC Stolberg übernommen hat, ist das allerdings kein Problem. „Der Spaß steht im Vordergrund, wir verfolgen hier keinen Leistungsgedanken“, berichtet Griese.

Neben dem Sportlichen solle vor allem auch der soziale Aspekt gefördert werden. Yasmin Saddik, Sozialpädagogin des Jugendamtes und Erzieher Benedikt Lieffertz kümmerten sich so um das Wohl der Teilnehmer außerhalb des Fußballplatzes.

So konnten Kinder, deren Eltern beruflich eingebunden sind, eine Frühbetreuung wahrnehmen, obgleich das eigentliche Fußballtraining erst um 9.30 Uhr startete. Auch nach dem Fußballcamp bestand die Möglichkeit einer Spätbetreuung. „Hier wird das Miteinander gelebt“, berichtet Trainer Greise.

„Wir versuchen den Kindern für geringe Teilnehmerbeiträge einfach eine tolle Woche zu ermöglichen.“ Ermöglicht wird das Camp vor allem durch die Kooperation mit dem FC Stolberg, der Anlage und Material zur Verfügung stellt, und die finanzielle Unterstützung der VR Bank und des Sporthauses Flink. Dass die Woche ein großer Erfolg war, merkt man vor allem auch an dem positiven Feedback der Teilnehmer.

„Ich nehme mit meiner Schwester und einer Freundin teil“, erzählt die zehnjährige Kim Zoe Engelhardt. Dass sie als Mädchen mit den Jungen zusammenspielt, störe sie überhaupt nicht. „Natürlich ist es anders als mit Mädchen zu spielen. Aber es spornt mich auch an und ich denke, dass man auch etwas von den Jungen lernen kann.“

Ähnlich sieht es auch der ebenfalls zehnjährige Lenny Gräp: „Dass wir hier mit den Mädchen zusammen spielen stört mich gar nicht. Das Fußballcamp macht mir viel Spaß. Ich habe Fußball immer schon sehr bewundert und spiele auch im Verein. Feriencamps sind einfach cool. Außerdem ist man hier mit gleichaltrigen zusammen und ist nicht von seinen Eltern genervt“, fügt er lachend hinzu. Ein rundum positives Fazit zieht auch Marc Griese. „Die Ferienspiele waren ein großer Erfolg und haben allen sehr viel Spaß gemacht.

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