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Für 25 Euro ein Stück Nationalpark

Für 25 Euro ein Stück Nationalpark

Kreis Aachen. Seit Dienstag ist Bärbel Höhn Patentante. Ihr „Patenkind” ist ein wunderschönes Fleckchen Erde auf der Hirschley im Kermeter bei Rurberg.

Die NRW-Umweltministerin gab mit der Übernahme der Patenschaft für die 50 mal 50 Meter große Parzelle - das ist etwa die Hälfte eines Fußballplatzes - gleichsam den Startschuss für ein unter Deutschlands Nationalparks bislang einmaliges Projekt.

„Wir haben immer wieder betont, dass dies ein Nationalpark für die Bürgerinnen und Bürger sein soll - und dieses Projekt ist ein weiterer Schritt dazu”, begrüßte Regierungspräsident Jürgen Roters, Vorsitzender des Fördervereins Nationalpark Eifel e.V., die Idee der Patenschaftskampagne, die der Förderverein gemeinsam mit der Firma ÖKOM, die das Internetangebot des Nationalparks Eifel betreut, entwickelt hat.

Die Idee: Der Nationalpark wird in 50-000 Parzellen zu je einem Morgen (50 mal 50 Meter oder 2500 Quadratmeter) aufgeteilt. Für 25 Euro pro Jahr und Parzelle kann jede Privatperson die Patenschaft für eine oder mehrere Parzellen an einem selbst ausgesuchten Ort des Nationalparks übernehmen.

„Damit kann jeder Sympathie und Unterstützung für die Nationalparkidee zum Ausdruck bringen, weil er die Projekte des Fördervereins aktiv fördert”, so Ministerin Höhn.

Die Karte ist im Internet auf der Homepage des Fördervereins unter dem Link „Patenschaften” zu finden, hier kann man online eine Parzelle reservieren, die nach Überweisung der Spende mit dem Namen des Paten gekennzeichnet wird. Natürlich können auch Menschen ohne Internetzugang Paten werden, sie wenden sich unter 02444/914876 an den Förderverein.

Vom „Erlös” der Patenschaftskampagne sollen die vielfältigen Projekte im und für den Nationalpark Eifel unterstützt werden. Volker Hoffmann, 2. Vorsitzender des Fördervereins, nennt ein Beispiel: Der Nationalpark-Bus „Vagabundus” düst demnächst durch die Lande und wirbt für den Nationalpark und die Region, ein spannender, 15-minütiger 3-D-Film versetzt die Insassen mitten in den Wald und informiert sie über 800 Jahre Waldgeschichte.

Mitten im Wald ist demnächst auch Jürgen Roters. Der Regierungspräsident übernahm die Patenschaft für eine naturbelassene Buchenwaldzelle und war begeistert von „seinem” Neuerwerb: „So wie dieses Stück Wald stelle ich mir den Nationalpark vor.”