Stolberg: Fünf-Gänge-Menü bietet Vorgeschmack auf Rom-Reise

Stolberg: Fünf-Gänge-Menü bietet Vorgeschmack auf Rom-Reise

Eine elegante, aber familiäre Atmosphäre erleben die Gäste im Rolandshaus, von der Hektik in der Küche ist im Saal nichts zu spüren. Mit Sekt werden die Damen und Herren begrüßt und dürfen sich dann auf ein feines Fünf-Gänge-Menü freuen.

„Dieser Abend bringt eine Gemeinschaft zusammen und schafft ganz neue Berührungspunkte,“ zeigt sich Monsignore Norbert Glasmacher begeistert von dem Engagement der Menschen, die dieses „Fine Dining“ ermöglichen.

Bereits zum zweiten Mal will sich eine Gruppe Jugendlicher in Begleitung von Erwachsenen auf den Weg zum Weltjugendtag machen. Über den großen Teich, nach Rio de Janeiro, werden sie es jedoch nicht schaffen. Diese weite Reise wäre zu kostspielig geworden. Dennoch will sich niemand dieses faszinierende Treffen von Katholiken aus der ganzen Welt entgehen lassen. Also ist als Alternative eine Reise nach Rom geplant. Zur selben Zeit werden auch dort viele junge Menschen den Glauben feiern und Gemeinschaft erleben.

Da Norbert Glasmacher nun Pfarrer der Gemeinden Düren-Nord ist, hat er auch dort junge Menschen für den Weltjugendtag begeistern können. So tragen auch sie, bekleidet mit dunkelroten Schürzen, zum Erfolg bei. Gemeinsam arbeiten sie hart an diesem Abend, um die Kosten der Reise so niedrig wie möglich zu halten. „Es ist hervorragend, dass die Jugendlichen selbst mit anpacken und für die Finanzierung der Fahrt etwas tun,“ findet Glasmacher.

Annika Käsemacher ist eine der zwölf Jugendlichen, die an diesem Abend bedienen, Getränke vorbereiten oder spülen. „Die Idee ist toll, und es macht wirklich Spaß,“ sagt die 19-jährige Schülerin.

Einen ersten Gruß aus der Küche servieren die jungen Kellner zu Beginn. Fein dekorierte Pasteten schicken Christoph Baumanns und Marcel Kinkel zu ihren 63 Gästen. Die beiden Küchenchefs konnten bei Vorbereitung und Einkauf ganz auf Achim Deserno, Koch und Chef des Restaurants Solchbachtal, zählen.

Schon im Januar begannen für Beate Baumanns die ersten Vorbereitungen. „Werbung musste gemacht, die Karten zum Drucker und der Ablauf geplant werden,“ erzählt sie. „Die letzte Woche war eine echte Stresswoche, schließlich soll alles reibungslos ablaufen bei diesem Dinner.“

Zwischen der Safran-Mandel-Suppe und dem Loup de Mer auf Gewürzsalz und Schalottenspinat als Vorspeise spielt Natalie Baumanns mit ihrem Lehrer Professor Anthony Reiss ein Querflöten-Duo. Die musikalischen Einlagen verleihen der Atmosphäre dieses Dinner eine besondere Note.

Als exklusive Hauptspeise folgt geschmorter Kalbstafelspitz in Zitronengras-Sauce mit Kartoffel-Käse-Gratin und Keniaböhnchen. Das finale Dessert aus Variationen von Mousse und frischen Erdbeeren runden das feine Menu für einen guten Zweck ab.

Der Stress und die Hektik haben sich wieder Mal gelohnt. Doppelt so viele Gäste wie beim letzten Dinner haben besondere Gaumenfreude erlebt und ermöglichen zugleich eine hoffentlich unvergessliche Zeit in Rom.

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