Frühschoppen der Stolberger Eisenbahnfreunde

Blick in die Vergangenheit : Frühschoppen für Eisenbahnfreunde

Ende der 1970er Jahre wurden die Dampflokomotiven in Süddeutschland abgeschafft. Dietrich Nikel erzählt in geselliger Runde, wie er damals in Bayern trotzdem seiner Leidenschaft für Bahnen nachgehen konnte.

Die „Frühschoppen-Reihe“ der Stolberger Eisenbahnfreunde wird am Sonntag, 21. Juli, von 10.30 bis 12.30 Uhr im Foyer des Service-Punktes im Hauptbahnhof an der Rhenaniastraße fortgesetzt. Beim nächsten Treffen erwartet die Gäste das Thema „Bayern – Italien - Österreich: Historischen Lokomotiven auf der Spur“.

Zum Inhalt: Im Sommer 1976 hatte die Deutsche Bundesbahn den Einsatz von Dampflokomotiven weitgehend beendet. Lediglich im Ruhrgebiet und auf der Emslandbahn von Rheine nach Emden konnten Eisenbahnfreunde noch einige dampfende Güterzugloks im Einsatz erleben. Doch was machten Eisenbahnfreunde, die in Süddeutschland lebten und weiterhin die Faszination von Dampflokomotiven erleben wollten? Sie mussten sich umorientieren. Beim Frühschoppen für Eisenbahnfreunde am 21. Juli berichtet Dietrich Nikel, der in jenen Jahren in Bayern wohnte, wie er 1976 und 1977 in den südlichen Nachbarländern nach den letzten Dampfloks suchte, und wo er in Norditalien und Österreich fündig wurde. Neben den kraftvoll arbeitenden Dampfloks fanden dabei auch elektrische Oldtimerloks sein Interesse.

Dietrich Nikel zeigt den Besuchern des Frühschoppens, dass Eisenbahnfreunde selbst in manchen bekannten Urlaubsregionen durchaus auf ihre Kosten kommen konnten. Durch das Werdenfelser Land führte seine Reise über den Brenner nach Franzensfeste (Fortezza) und Mestre in Italien sowie zum österreichischen Erzberg, nach Spittal an der Drau und an die ungarische Grenze. Der Frühschoppen ist eine offene Veranstaltung, alle Interessierten sind dazu jederzeit willkommen.

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