Friedensgebet in Münsterbusch ist gut besucht

Gebete, Lieder und Fürbitten : Friedensgebet in Herz Jesu Münsterbusch

Dem Aufruf zum Friedensgebet in Herz Jesu war eine stattliche Anzahl von Menschen aus Münsterbusch und Umgebung gefolgt. Organisiert hatte die Andacht das Ehepaar Gerlinde und Ferdi Evertz, das zu Beginn den Fokus auf die Ausbeutung der Erde und den Hass zwischen den Religionen richtete.

Den pessimistischen Gedanken zum Lebensrückblick des alten Königs Kohelet, für den alles vergeblich, absurd und nur ein Windhauch ist, stellte Evertz positive Dinge der gegenwärtigen Welt gegenüber: Die Berliner Mauer sei irgendwann gefallen als Folge der Entspannungs- und Friedenspolitik, die lange Friedenszeit in der westlichen Welt verdanken die Menschen der europäischen Einigung, der faire Handel wachse, die Atomkraftwerke würden abgeschaltet und ersetzt, Flüchtlinge aufgenommen und Maßnahmen gegen die Umweltverschmutzung und die Klimaerwärmung ergriffen.

Eine zweite Lesung zeigte dann eine andere Seite Kohelets, in der er die negative Beurteilung überwunden und erkannt hat, dass Gott die lebendige Mitte seines Lebens ist. Nicht nur die Natur und die Musik seien schön, auch die Menschen die aus innerer Überzeugung Gutes tun und andere erfreuen. Gebete, Lieder und Fürbitten, von Bruni Bohne vorgetragen, ergänzten die 30-minütige Andacht. Über den Appell, den Frieden in der Welt über Ländergrenzen hinweg zu schaffen und zu erhalten, bestand im Anschluss noch Gelegenheit, sich bei warmen Getränken und Plätzchen auszutauschen.

(mlo)
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