1. Lokales
  2. Stolberg

Stolberg: Frieden suchen, auch im Alltag

Stolberg : Frieden suchen, auch im Alltag

Von Nachdenklichkeit und Mahnung geprägt war das Totengedenken auf dem Friedhof Bergstraße. Abordnungen der Feuerwehr und der Bundeswehr legten am zentralen Totenmal Kränze nieder.

Musikalisch gestaltet wurde die Feier am gestrigen Volkstrauertag, an der rund 90 Menschen teilnahmen, vom Büsbacher Männergesangverein und den Musikzügen der Freiwilligen Feuerwehr.

„Trauer erfüllt uns, wenn wir an das Millionenheer toter Menschen denken”, sagte Bürgermeister Ferdi Gatzweiler. Seine Ansprache nutzte er, um an die Menschen zu erinnern, die im KZ, an der Front, auf dem Schafott oder in den Luftschutzbunkern ihr Leben verloren.

Hinter jedem Toten stehen schreckliche Einzelschicksale. Der Volkstrauertag müsse zeigen, „wohin Hass und Intoleranz führen, und er muss deutlich machen, dass Frieden schwierig zu erhalten ist”, mahnte der Verwaltungschef und appellierte an Friedensverantwortung und -bewusssein eines jeden Einzelnen.

Verantwortung zum Frieden trage man auch im Alltag bei der Zusammenarbeit mit anderen Menschen, was nicht von Chaos geprägt sein dürfe. „Wenn wir uns das an einem solchen Tag vor Augen führen und diese Erkenntnis mit in den Alltag nehmen, hat der Volkstrauertag seinen Sinn”, so Gatzweiler.

Nicht vergessen sind die Opfer von Terrorismus und Bürgerkriegen. Immer wieder prägten aktuelle Hinweise auf derzeitige Kriege und gewaltsame Auseinandersetzungen die Ansprache.

Auch in den Stolberger Stadtteilen wurde der Kriegstoten gedacht. In Büsbach, Vicht, Zweifall und in Mausbach versammelten sich Bürgerinnen und Bürger, um der Opfer von Krieg, Terror und Gewalt zu gedenken. Dort waren es die örtliche Vereine und Organisationen, die mit Musik und und in Ansprachen den Gedenkfeiern einen würdigen Rahmen gaben.