Stolberg: „Frauen müssen aktiver werden“

Stolberg: „Frauen müssen aktiver werden“

An Alternativen mangelt es bei der Integrationsratswahl am kommenden Sonntag nicht. Denn neben den beiden neu formierten Listen der „Migrantenstimme Stolberg“ (MSS) und den „Vereinigten Stolberger Migranten“ (VSM) bewirbt sich mit K. Mazeena Ismail auch erstmals eine Einzelbewerberin um einen Sitz in der Stolberger Migrantenvertretung.

Die aus Sri Lanka stammende, gelernte Bürokauffrau wohnt seit 1992 in Stolberg und möchte sich im Falle ihrer Wahl besonders für die Förderung von Frauen mit Migrationshintergrund in der Kupferstadt einsetzen. Wichtige Anliegen seien die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und mehr gesellschaftliche Teilhabe, so Ismail. „Frauen mit Migrationshintergrund müssen in Stolberg einfach aktiver werden“, ist die erste Einzelbewerberin in der Geschichte des Stolberger Integrationsrats überzeugt.

Mitarbeiterin der „Kugel“

Als Mitarbeiterin des Kultur- und Generationenhauses „Kugel” in der Velau und Hausaufgabenbetreuerin der Hermannschule ist Ismail bereits bestens vertraut mit Integrationsthemen der Stadt. „Mir ist wichtig, die Familien der Migranten mit Informationen über Kindergärten, Schulen und Weiterbildung zu versorgen“, schreibt die Kandidatin auf ihrer eigens für die Wahl eingerichteten Internetseite. Ferner wolle sie Kindern und Jugendlichen Freizeitangebote vermitteln und „die Frauen zusammenbringen, damit sie Kontakte knüpfen können.“

Egal wie das Ergebnis am Sonntag für die Einzelbewerberin, die nach eigenen Angaben 15 Nationen hinter sich vereint, ausfällt — eines steht für Ismail jetzt schon fest: Bei der übernächsten Wahl will sie wieder kandidieren. Nicht als Einzelkämpferin, sondern mit einer „internationalen Frauenliste“, wie sie verrät.

(lkf)
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