Stolberg: Franzosen feiern Stolberger Fastelovvend

Stolberg : Franzosen feiern Stolberger Fastelovvend

Man muss schon sehr vom Karnevalsbazillus infiziert sein, um die Strapazen einer langen An- und Abreise auf sich zu nehmen, um beim Stolberger Rosenmontagszug mit von der Partie zu sein. Das sind die närrischen Partner aus dem französischen Faches-Thumesnil alle Male, denn jedes Jahr reist eine stattliche Gruppe an, um die närrische Kupferstadt zu erleben.

75 Gäste, darunter eine große Gruppe behinderter Freunde, frönten in diesem Jahr der Narretei — trotz langer Anfahrt pünktlich ab 11.11 Uhr im Münsterbuscher Jugendheim, wo sie Gisela Kopp mit ihrem Team vom hiesigen Partnerschaftskomitee sowie die Mönsterböscher Jonge empfingen und betreuten. Die stellvertretende Bürgermeisterin Karina Wahlen und Mitglieder des Rates heißen die Gäste willkommen. Und bei einem kleinen jecken Programm stieg die Stimmung.

Mit Prinz Kurt II. und seinem Hofstaat auf der Bühne kennt die Stimmung keine Grenzen mehr und die Freunde brechen zur Polonaise auf.

Ein Garant dafür war selbstverständlich die Visite von Prinz Kurt II. (Schiffer) mit seinem sanges- und tanzfreudigen Hofstaat im Gefolge der Ersten Großen Karnevalsgesellschaft. Schnell war eine Schunkelstimmung erreicht, die in einer lustigen Polonaise durch den Saal des Jugendheims gipfelte.

Während Tollität weiter zog, war es an der Zeit für die französischen Gäste für den Triumphzug des Prinzen zu stärken. Möhrencremsuppe, Putengeschnetzeltes in Champignonsauce, Lummerbraten, Nudelpfanne, Kartoffelgratin und Gemüse in europäischen Farben sowie Pudding schmeichelten auch dem berühmt verwöhnten französischen Gaumen.

Dann ging‘s los ins Zentrum. Wer gut zu Fuß war, stürzte sich Kamelle schmeißend in den närrischen Lindwurm, wer‘s etwas ruhiger angehen mochte, verfolgte vom Rathaus aus einen wunderschönen Rosenmontagszug.

Und nach dem Zug erholten sich die Freunde aus der Partnerstadt im Jugendheim bei Kaffee und von den Stolberger Familien gespendeten wunderbaren Torten und Kuchen, bevor die Rückreise anstand.

(-jül-)