Stolberg: Figurentheater: Mausi lehrt den Tierschreck das Fürchten

Stolberg: Figurentheater: Mausi lehrt den Tierschreck das Fürchten

„Es ist eine Geschichte über die Angst, den Mut und das Durchsetzungsvermögen und die Kraft der Kleinen.” So fasst An­dreas Blaschke das Stück „Der Grüffelo” zusammen, das er am vergangenen Wochenende mit seinem Figurentheater Köln im Kulturzentrum Frankental aufführte.

In seinem Repertoire hat Blaschke momentan 15 Stücke. Die meisten davon kommen aus der klassischen Kinderbuchliteratur, wie zum Beispiel „Pettersson und Findus” oder „Der Räuber Hotzenplotz”; aber auch Goethes „Faust” ist vertreten. „Ich spiele seit meiner Kindheit Puppentheater, anfangs als Amateur, später dann als Profi”, erzählt Andreas Blaschke.

Ausbildung bei „Hänneschen”

So hat er auch beim Kölner Hänneschen-Theater seine Ausbildung absolviert und später sein eigenes mobiles Figurentheater gegründet, in dem mit Handpuppen, Stab- und Flachfiguren gearbeitet wird.

In dem Stück „Der Grüffelo” werden hauptsächlich Stabfiguren genutzt, „Regisseur, Bühnenbildner und Musikkomponisten wähle ich immer je nach dem gespielten Stück aus”, so Blaschke.

Das Bilderbuch „Der Grüffelo” von Julia Donaldson und Axel Scheffler kennt heutzutage fast jedes Kind, und auch wenn es eigentlich für die Jüngeren geschrieben wurde, erfreut es sich auch bei den Erwachsenen immer größerer Beliebtheit.

Zu Beginn des Stücks fliegen Schmetterlinge durch einen grünen Wald, Pilze wachsen auf dem Boden, und man hört Vogelgezwitscher. Doch die idyllische Stimmung täuscht, denn im Wald lauern auch viele Gefahren.

Das muss auch die kleine Maus Mausi erfahren, als sie sich nach dem morgendlichen Frühsport mit Hilfe des Eichhörnchens Nussi auf Haselnusssuche begibt. Dort trifft sie auf verschiedene Tiere: den Fuchs, seines Zeichens Fachmann für Götterspeise - Mäusegötterspeise wohlgemerkt, die eingebildete Eule, die ihrer Meinung nach eine hochbegabte Sängerin ist, und schließlich die Schlange, die Bauchtanzen kann. Alle drei Tiere verbindet eine Sache: Sie alle wollen die kleine Maus am liebsten so schnell wie eben möglich verspeisen.

Doch die clevere Mausi heckt schnell einen Plan aus, um ihr Leben zu retten. Sie erzählt ihnen die Geschichte vom Grüffelo und passt das Aussehen und die Vorlieben dieses zunächst noch fiktiven Wesens den jeweiligen Ängsten der Tiere an.

Die erhoffte Wirkung - nämlich die Flucht der Tiere - erzielt die kleine Maus mit ihren Schilderungen des Grüffelo; verblüfft ist sie jedoch, als ihr dieses Wesen plötzlich „höchstpersönlich” gegenübersteht. Als sich dann auch noch herausstellt, dass dessen Lieblingsspeise Butterbrot mit kleiner Maus ist, ist Mausi nicht sonderlich erfreut.

Aber eine schlaue Maus wie sie lehrt auch einen Grüffelo das Fürchten. Ein Spaß für Groß und Klein!

Vorstellungen auch in Düren und in Alsdorf

Weitere Termine von „Der Grüffelo” vom Figurentheater Köln in der Region: am Donnerstag, 15. März, 10 und 16.30 Uhr, und am Freitag, 16. März, 10 und 16.30 Uhr im Papst-Johannes-Haus, Düren, sowie am Samstag, 3. März, 16.30 Uhr, und am Sonntag, 4. März, 11 und 15 Uhr in der Stadthalle Alsdorf.