Hamminkeln/Stolberg: Feuerwehren aus der Region helfen beim Hochwasser in Hamminkeln

Hamminkeln/Stolberg: Feuerwehren aus der Region helfen beim Hochwasser in Hamminkeln

Die Bezirksregierung Köln hat zur Unterstützung der Einsatzkräfte im vom Hochwasser betroffenen Landkreis Wesel die Bereitschaft I der Bezirksregierung alarmiert. Sie besteht unter anderem aus Einheiten aller Ffeuerwehren der Städteregion Aachen von Aachen bis Simmerath, die sich am Donnerstag auf den Weg an den Niederrhein gemacht haben.

So sind etwa allein aus Stolberg 30 Helfer unterwegs mit zwei Einsatzleitfahrzeugen, Mannschaftstransporter und einem Hilfeleistungslöschfahrzeug unter Leitung von Brandoberinspektor Roland Keller.

Rund 150 Einsatzkräfte der Städteregion Aachen und des Kreises Heinsberg machen sich auf den Weg nach Hamminkel. Foto: Ralf Roeger

Die Kräfte trafen sich mit weiteren Zügen aus dem Regierungsbezirk am Kraftwerk Weisweiler. Von dort ging es im geschlossenen Verband mit 130 Einsatzkräften nach Hamminkeln. Der Einsatz ist auf zunächst 24 Stunden ausgelegt, in denen sich diese Einheit autark versorgen kann.

Rund 150 Einsatzkräfte der Städteregion Aachen und des Kreises Heinsberg machen sich auf den Weg nach Hamminkel. Foto: Ralf Roeger

Derweil sinken in der Kupferstadt zwar die Pegel von Vicht- und Münsterbach, aber der Deutsche Wetterdienst hat eine Vorwarnung ausgegeben: Im Tagesverlauf besteht die Gefahr teils schwerer Gewitter. Dabei ist mit heftigem Starkregen um 30 Liter pro Quadratmeter innerhalb einer Stunde oder um 45 Liter pro Quadratmeter innerhalb weniger Stunden sowie mit Sturmböen bis 75 km/h (Windstärke 8 bis 9) aus östlichen Richtungen und Hagel mit Korngrößen um zwei Zentimeter zu rechnen.

Diese Stolberger Feuerwehrleute sind unter Leitung von Brandoberinspektor Roland Keller (2. Reihe r.) unterwegs nach Hamminkeln. Foto: Sonja Essers

Gegen 11 Uhr lag der Pegelstand der Vicht am Heinrich-Böll-Platz in Oberstolberg ebenso bei 130 Zentimeter wie an der Eisenbahnstraße. Noch ist Platz unter Brücken und Oberkanten der Bachufermauern. Auch der Münsterbach hat die Spundwand im Schnorrenfeld noch nicht erreicht.

Nach den starken Regenfällen der vergangenen Tage hatte die Stolberger Feuerwehr alle Hände voll zu tun. Foto: Jürgen Lange

In der Finsterau waren am Morgen Mitarbeiter des Landesbetriebs Straßenbau damit beschäftigt, das aus dem Wald kommende Sief so freizulegen, dass es ordnungsgemäß in die Vicht einfließen kann. Hier war in der Nach die Landesstraße 238 überschwemmt worden. Ursache sei ein völlig verstopfter Durchlass oberhalb in den Hängen des Waldes gewesen, sagten die Mitarbeiter der Straßenmeisterei.

Nach den starken Regenfällen der vergangenen Tage hatte die Stolberger Feuerwehr alle Hände voll zu tun. Foto: Jürgen Lange

Dagegen fluchten Mitarbeiter des städtischen Kanalbetriebshofes darüber, dass der Landesbetrieb die Einläufe entlang der Landesstraße 238 nicht ausreichend warte. Dort, wo am frühen Morgen in Höhe der Tennisplätze die Fahrbahn erneut überflutet und durch die Polizei zwischen 4.45 und 9.30 Uhr gesperrt worden war, standen sie in den Gräben, um Leitungen und Einläufe wieder flott zu bekommen.

Nach den starken Regenfällen der vergangenen Tage hatte die Stolberger Feuerwehr alle Hände voll zu tun. Foto: Jürgen Lange