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Feuerwehr an der Kältefront im Einsatz

Im Glashütter Weiher : Stockente gerettet

Einen ungewöhnlichen Einsatz absolviert die Stolberger Feuerwehr am Dienstagmorgen an der Kältefront: Eine Ente musste geretttet werden.

Gegen 11.10 Uhr erreichte die Stolberger Rettungsleitstelle ein Hilferuf des Technischen Betriebsamtes aus Münsterbusch. Mitarbeiter hatten mitten auf dem Glashütter Weiher eine festgefrorene Ente entdeckt. Es ist eine komplizierte Lage für die Einsatzkräfte, stellten die ersten Helfer der Hauptwache vor Ort fest. Der Weiher ist zwar zugefroren, aber die Eisdecke nicht stark genug, um sie begehen zu können. Weitere Kräfte werden nachbeordert – vor allem, um spezielle Bergungsausrüstung an die Einsatzstelle heranzuführen.

Die Wahl des Einsatzleiters fällt auf eine Schleifkorbtrage – eine Art Korb, der normalerweise zur sicheren und patientengerechten Rettung von Personen aus unwegsamen Gelände, engen oder unzugänglichen Gebäuden eingesetzt wird.

In diesem Fall aber transportiert die Schleifkorbtrage einen Retter sicher zum notleidenden Tier – über das Eis bis in die Weihermitte. Dort kann die Stockente befreit und in einem Netzkorb sicher ans rettende Ufer gebracht werden. Dort übernehmen Kameraden die Ente, um sie zu einer Tierarztpraxis zu bringen, die sich des Vogels annimmt.

Die Jülicher Feuerwehrkollegen absolvierten zeitgleich ihren vierten Einsatz an der Eisfront auf dem Schwanenteich mitten in der Rurstadt. Dort schafften es junge Nilgänse nicht mehr auf dem glatten Eis des zugefrorenen Teiches aufzustehen. In Jülich reichte es, die Nilgänse auf den festen Boden des rettenden Ufers zu befördern.

(-jül-)