Stolberg: Ferien-Projekte bei Tabalingo begeistern Kinder und Jugendliche

Stolberg: Ferien-Projekte bei Tabalingo begeistern Kinder und Jugendliche

Das Tabalingo-Gelände verändert sich ständig, es ist wie die vielen Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit und ohne Handicap beziehungsweise Förderbedarf fast permanent in Bewegung. Davon überzeugt sich auch der ehemalige Fußballprofi und heutige TV-Kommentator Erik Meijer.

Er ist Mitglied der Stiftung „Golf und Humor“, die unter anderem Tabalingo unterstützt. Ursula Espeter von der gemeinnützigen Unternehmergesellschaft „Tabalingo — Sport und Kultur integrativ“ zeigt dem Ex-Bundesligaspieler zuerst die Neuerungen in puncto Fußball. „Das ist unser neuer Kunstrasen“, verkündet Espeter stolz. Er sei gebraucht gekauft und in Eigeninitiative finanziert.

Bisher spielten die Freizeitfußballer bei Tabalingo auf drei mit Rasenteppich ausgelegten Kleinfeldern die mit Matten unterlegt sind. „Auf Dauer werden die Kanten der Teppichbahnen aber zu Stolperfallen, so dass der Belag komplett erneuert werden muss“, erklärt Espeter, dass „richtiger Kunstrasen“ eine nachhaltigere, wenn auch kostspieligere, Lösung sei. Eine neue Reihe echter Stadionsitze neben dem Kunstrasen-Kleinfeld findet ebenfalls Meijers Gefallen. Und natürlich auch die fast fertige kleine Hochtribüne, von der aus bald die Turnierleitung einen perfekten Überblick über gleich zwei der Spielfelder haben wird.

Abermals Begeisterung kommt bei Erik Meijer auf, als er eine lange ehemals weiße Mauer erblickt, die jetzt bunt und kunstvoll mit Graffitis verziert ist: „Das ist ja wirklich toll geworden.“ „Tabalingo 2014“ ist auf der Mauer zu lesen, wobei jeder einzelne Buchstabe, jede Ziffer ein Kunstwerk für sich ist. Mit den Zahlen und Buchstaben sind typische Tabalingo-Aktivitäten künstlerisch thematisiert. Tanzen, Schwarzlicht-Theater, Yoga, Tai-Chi, der „Star-Wars“-Film, den die Tabalingo-Kids selbst gedreht haben, Fußball und mehr sind die individuellen Bestandteile, die zu einem Gesamtkunstwerk verschmelzen.

Bereits im vergangenen Sommer hatten Kinder und Jugendliche die Außenseite einer Mauer hin zur Hastenrather Straße verschönert und im Rahmen einer Tabalingo-Ferienaktion künstlerisch gestaltet. „Das hat allen so viel Spaß gemacht, dass wir wieder Graffitis machen wollten“, beschreibt Espeter. „Ein Containerdienst hat uns einen ,Übungscontainer‘ zur Verfügung gestellt, und die Kulturstiftung der Sparkasse, der Förderkreis Schwerkrankes Kind, Golf und Humor sowie die Firma 3M haben unsere Ferienaktionen unterstützt“, sagt Espeter und betont, dass es nicht nur das Graffiti-Projekt gab. „Wir haben auch eine Schwarzlicht-Tanztheater-Aufführung einstudiert und den Eltern gezeigt, als Räuber Abenteuer im Wald in erlebt, Fußball und mehr gespielt.“

Insgesamt hätten 60 Kinder und Jugendliche an den Tabalingo- Ferienaktionen teilgenommen — 34 davon mit Förderbedarf und 26 „Regelkinder“ — und 20 Betreuer seien im Einsatz gewesen.