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Stolberg: Euregionale: Der Countdown läuft

Stolberg : Euregionale: Der Countdown läuft

Der Wettbewerb der Teams ist beendet, die entscheidende Qualifizierungsphase für die Projekt-Träger bei der Euregionale 2008 hat begonnen.

Spätestens im Juni will die Gesellschafterversammlung bekannt geben, welche Teams und Kommunen mit ihren Vorschlägen bei der weiteren Planung der Euregionale 2008 berücksichtigt werden.

Gute Chancen rechnet sich auch die Stadt Stolberg aus, die mit dem „Forum Industriekultur” im Rennen ist.

Vordere Position behaupten

Um ihre aus eigener Sicht vordere Position behaupten zu können, schlägt die Verwaltung dem am kommenden Dienstag tagenden Rat die Bereitstellung außerplanmäßiger Mittel vor. 45100 Euro, so wurde im Rathaus errechnet, werden benötigt, um die Kosten für die Grundlagenermittlung und Vorentwurfsplanung decken zu können.

50 Prozent sollen über Städtebaufördermittel des Landes finanziert werden, für die Stadt verblieben im Falle eines positiven Bescheids 22.550 Euro als Eigenanteil.

Einigkeit

„Es ist unabdingbar, einen breiten Konsens im Rat der Stadt Stolberg herbeizuführen”, mahnt die Verwaltung in ihrer Vorlage eine vor allem nach außen zu demonstrierende Einigkeit an. Die soll auch die Zustimmung für die weitere Planung beinhalten, mit der ein Ingenieurbüro beauftragt werden wird, sobald der Bewilligungsbescheid für die Zuschüsse eingetroffen ist.

Unterschiedliche Aussagen gibt es über das finanzielle Gesamtvolumen des „Forum Industriekultur”. Während die Studie eines Aachener Planungsbüros rund zehn Millionen Euro veranschlagt hat, die auf die Sanierung der Arbeiterwohnungen und die Erweiterung des Industriemuseums entfallen, geht die Verwaltung lediglich von 6,1 Millionen Euro aus.

Wie es zu der erheblichen Differenz zwischen den beiden Berechnungen kommt, wird in der Vorlage nicht erläutert.

Zustimung unklar

Ungeklärt ist bis dato auch, ob die Kommunalaufsicht des Kreises den außerplanmäßigen Ausgaben zustimmen wird. Die Bezirksregierung hat zwar erklärt, dass sich grundsätzlich auch Städte ohne genehmigten Haushalt an der Euregionale beteiligen können.

Die damit verbundenen Kosten werden dem Vernehmen nach aber als freiwillige Ausgaben gewertet und unterliegen im Rahmen der gewährten schmalen Finanzkorridore einer besonders strengen Kontrolle.