Euregiobahn braucht Ausnahmegenehmigung in Breinig

Zusätzlicher Haltepunkt im Steg : Bahnsteig muss befreit werden von Naturschutzauflagen

„Gegen das Vorhaben bestehen keine Bedenken, wenn die Vorgaben des landschaftspflegerischen Begleitplans eingehalten werden“: Das sagt das Umweltamt der Städteregion zu dem geplanten zusätzlichen Haltepunkt der Euregiobahn am Breiniger Steg.

Nächsten Dienstag soll der dortige Naturschutzbeirat einer Befreiung zustimmen. Denn der Bahnsteig tangiert auf einer Länge von 40 von insgesamt 180 Quadratmeter das Naturschutzgebiet „Vorfeld des Naturparks Nordeifel westlich und östlich der Vicht“.

Eine ökologische Baubegleitung, die Beschränkung der Inanspruchnahme der Flächen auf das unbedingt notwendige Maß sowie der Schutz der angrenzenden Gehölze sind Bestandteil des landschaftspflegerischen Begleitplans, den die Umweltbehörde im Oktober vergangenen Jahres im Rahmen der Baugenehmigung der Euregio Verkehrsschienennetz GmbH (EVS) als Bereitsteller und Betreiber der Infrastruktur auferlegt hat. Laut eines Gutachters würden so keine artenschutzrechtliche Konflikte auftreten. 

Rasen, Efeu, Schotter betroffen 

Der geplante Haltepunkt liegt unmittelbar östlich des Bahnübergangs an der Straße „Im Steg“ (K 22). Der Bahnsteig selbst soll etwas 45 Meter lang und vier Meter breit werden und sich möglichst in die bestehende Grünanlage einfügen. „Es entfallen keine Gehölze“, sagt das Umweltamt. Betroffen seien lediglich artenarmer Rasen, Efeu bewachsene Fläche und geschotterte Flächen der bestehenden Bahnanlage. Zwei Zuwege, einerseits vom Bahnübergang des „Steg“ sowie andererseits von der Kurve der „Schützheide“ sind vorgesehen.

Im März beginnt der Ausbau der rund fünf Kilometer langen Gleisstrecke zwischen Altstadt und Breinig Bahnhof. Größte Herausforderung dabei sind Abriss und Neubau des Rüstbach-Viaduktes. Zum Fahrplanwechsel im Dezember diesen Jahres soll die Euregiobahn den Regelbetrieb aufnehmen.

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