Stolberg-Münsterbusch: Es wird heller am Münsterbuscher Kreuz: Gefällte Bäume ermöglichen Perspektiven

Stolberg-Münsterbusch: Es wird heller am Münsterbuscher Kreuz: Gefällte Bäume ermöglichen Perspektiven

Es passt in die adventliche Zeit: Das Licht ist angekommen am Münsterbuscher Kreuz. Zumindest wirkt das ganze Viertel seit diesen Tagen gleich wesentlich heller, seitdem die Fachkräfte des Stolberger Forstamtes damit begonnen haben, den Wald auf dem Wall zu roden. Von der Kesselschmiede aus eröffnen sich ganz neue Blicke auf den alten Münsterbuscher Aschenplatz.

Denn bislang führte er im wahrsten Sinne des Wortes ein Schattendasein am Rande des Stadions am Glashütter Weiher.

Die Rodung am Stadion Glashütter Weiher bringt nicht nur der benachbarten Polizei und Feuerwehr mehr Durchblick, sondern eröffnet dem FC Stolberg auch Perspektiven. Foto: Jürgen Lange

Während die „Jungs“ von Förster Theo Preckel mit ihren Rodungsarbeiten bereits eine Menge geschafft und den Wanderweg in Richtung Schwimmhalle erreicht haben, müssen sie am Glashütter Weiher erst einmal Halt machen. Obwohl umfangreiche Logistik und Equipement der Forstamtes einmal vor Ort ist, sollen die altersschwachen Pappeln in der Bewaldung am Rande des Weihers erst einmal erhalten bleiben.

Wenn die Forstwirte abgerückt sind, folgen Chemiker und Geologen auf dem Fuße. Untersucht werden muss nicht nur der rund 40 Meter lange und bis zu sieben Meter hohe Wall, was neben Schleifsänden noch in ihm schlummert, sondern auch der Untergrund des Tennenplatzes soll sondiert und die Kosten ermittelt werden.

Klarheit für Rotsch bis Jahresende

Denn dort auf roter Münsterbuscher Asche soll möglichst bald grünes Plastik in Form eines Kunstrasens ausgerollt werden, während der Wall abgetragen und fachgerecht entsorgt werden muss, um einem Kleinspielfeld Platz zu machen. Damit eröffnet die derzeitig Rodung nicht nur neue Einblicke, sondern auch vorsichtige Perspektiven für die zum FC Stolberg zusammen gewachsenen früheren Vereine Stolberger SV, DJK Frisch-Froh und SC Münsterbusch.

Die weitere Entwicklung hängt von mehreren Punkten ab, heißt es im Rathaus. Noch stehen hinter der grobe Kalkulation der Kosten sowie der Zeitplanung Fragezeichen, die durch Gutachten und Angebote erhärtet sein wollen. Die Investitionssumme ist ebenso wenig im Detail beziffert, wie die zur Gegenfinanzierung des städtischen Zuschusses über eine halbe Million Euro noch nicht in trockenen Tüchern ist.

Bis zum Jahresende hofft der Stadtrat Klarheit zu haben über die Vermarktungsmöglichkeiten auf dem ehemaligen Sportplatz Rotsch, wo in diesen Tagen ebenfalls Pappeln und Randbewuchs gefällt wurden. Denn erst wenn die Einahme verbucht ist, kann ein Zuschuss an den FC Stolberg ausgezahlt werden - so hatte es die Große Koalition jedenfalls verkündet.

(-jül-)
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