Erster Beigeordneter Robert Voigtsberger wird bis Juli bleiben

„Saubere und gut strukturierte Übergabe“ : Erst nach der Wahl tritt Robert Voigtsberger seine Stelle in Köln an

Robert Voigtsberger will dem neuen Bürgermeister ein gut bestelltes Rathaus übergeben. Aus diesem Grund wird er voraussichtlich erst Anfang Juli nach Köln wechseln.

Eine „saubere und gut strukturierte Übergabe“ soll es geben, bevor Robert Voigtsberger Stolberg den Rücken kehren wird, um in Köln die Stelle als Dezernent für Bildung, Jugend und Sport anzutreten. Was das für die Stadt Stolberg und die bevorstehende Wahl bedeutet?

Bei der Bürgermeisterwahl am 26. Mai und auch im Falle einer Stichwahl, die dann am 16. Juni stattfinden würde, wird Stolbergs Erster Beigeordneter noch vor Ort sein, um dem neuen Bürgermeister ein gut bestelltes Haus zu hinterlassen. Voraussichtlich Anfang Juli soll es für den 37-Jährigen dann nach Köln gehen.

Erst Anfang dieser Woche wurde bekannt, dass Stolbergs Erster Beigeordneter sich auf die Stelle in der Domstadt beworben hatte. Dann ging auf einmal alles ganz schnell. Nach Vorstellungsgesprächen in den Fraktionen, erfolgte Voigtsbergers Wahl durch den Kölner Stadtrat am Donnerstagnachmittag und fiel sogar einstimmig aus. Es gab keine Gegenstimmen, sondern nur Enthaltungen. Und zwar von den Linken, der AfD und Rot-Weiß. SPD, CDU, Grüne, FDP, die Ratsgruppen Gut und Bunt sowie ein Einzelmandatsträger sprachen sich derweil für Robert Voigtsberger aus.„Ich bin sehr glücklich über das Ergebnis. Vor allem auch darüber, dass die breite Mehrheit mich gewählt hat“, sagt Voigtsberger gestern auf Nachfrage unserer Zeitung. Doch auch das berühmte weinende Auge sei natürlich bei ihm vorhanden.

„Ich habe der Stadt Stolberg viel zu verdanken“, sagt der Erste Beigeordnete und meinte damit nicht nur die Bürger und die Politik, sondern auch die Mitarbeiter der Stadtverwaltung. „Das alles hinter einem zu lassen, geht nicht spurlos an einem vorbei. Denn ich hatte eine tolle Zeit in Stolberg“, sagt Voigtsberger.

Der Kupferstadt will Voigtsberger übrigens auch in Zukunft weiterhin verbunden bleiben. Schließlich würden er und seine Familie sich in Stolberg sehr wohl fühlen. Nach Köln will der 37-Jährige nämlich erst einmal pendeln.

(se)
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