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Stolberg-Breinig: Erneut sorgt ein Gasalarm für Unruhe

Stolberg-Breinig : Erneut sorgt ein Gasalarm für Unruhe

Die Breiniger fühlten sich unweigerlich an den August erinnert: Knapp drei Monate nach der Verpuffung mit zwei Schwerverletzten gab es Dienstagabend erneut Gasalarm. Ursache, so stellte sich im Laufe des Einsatzes heraus, war ein Leck in einer Gasleitung.

Anwohner hatten kurz vor 18 Uhr die Feuerwehr und den zuständigen Energieversorger EWV alarmiert, nachdem sie im Bereich Raiffeisenstraße/Kastanienweg Gasgeruch festgestellt hatten. Die Feuerwache Stolberg und der Löschzug Breinig waren mit 25 Einsatzkräften ebenso schnell vor Ort wie die Fachleute der EWV.

Eine knappe Stunde später konnte Entwarnung gegeben werden: Zwar war das Leck in der Gasleitung noch nicht gefunden, da es sich aber nicht in einem geschlossenen Raum befand, wurde die Gefahr für die Umgebung als gering eingestuft. Gleichwohl blieb der gesamte Kreuzungsbereich bis in die Nacht gesperrt.

Zweiter Bagger noch zu später Stunde

„Die undichte Stelle befindet sich an einem alten Leitungsstück, das eigentlich in wenigen Stunden abgeklemmt werden sollte”, erläuterte EWV-Pressesprecher Andreas Ihrig gegenüber unserer Zeitung. Vorbereitend sei deshalb auch schon eine Baufirma just im Kreuzungsbereich mit Baggern tätig gewesen. „Der Schaden ist aber nicht im Rahmen dieser Arbeiten entstanden”, betonte Ihrig.

Um das Leck möglichst schnell ausfindig zu machen, wurde noch zu später Stunde ein zweiter Bagger nach Breinig transportiert. „Der Gasgeruch ist zwar klar festzustellen. Der Ort, an dem er austritt, muss aber nicht auch der Ort sein, an dem sich die undichte Stelle befindet”, berichtete der Sprecher über die erschwerenden Umstände der Suche. Vergleiche mit dem Gasalarm vom August wollte Andreas Ihrig nicht ziehen. Im Gegenteil: „Damals hatten wir es mit einer Verpuffung in einem Keller zu tun, diesmal mit dem begrenzten Ausweichen von Gas an der frischen Luft zu tun.” Und: „Es handelt sich um ein kontrolliertes Vorgehen. Die Baufirma und unsere Experten sind permanent vor Ort.” Die Kräfte der Feuerwehr wurden deshalb am Abend auch wieder abgezogen. Zu Versorgungsengpässen kam es in Breinig laut EWV nicht, da die beschädigte Leitung nicht abgesperrt werden musste.