Projekt „Mieki“ läuft aus: Erfreuliches Ende einer guten Sache

Projekt „Mieki“ läuft aus : Erfreuliches Ende einer guten Sache

Ein warmes Mittagessen für jedes Kind, das war das Ziel des „Mittagessen im Kindergarten”-Projektes („Mieki“) der Awo. Mit dem neuen Teilhabegesetz übernimmt der Staat diese Aufgabe zur Gänze.

Begonnen hat alles mit einer Großspende im August 2007. Das Jugendamt überlegte gemeinsam mit der AWO, für welches Projekt diese Summe zur Verfügung stehen könnte.

Da die AWO eng mit Kindergartenleiterinnen zusammen arbeitete und von der Not vieler Familien wusste, die das Geld für das Mittagessen für ihre Kinder nicht aufbringen konnten, war allen klar, dass es hier gut angelegt war. Denn das gemeinsame Mittagessen war zum Trend geworden. Für viele Kinder war es die einzige warme Mahlzeit am Tag.

So übernahm Hans-Josef Wellmann, der damalige Vorsitzende der AWO die Geschäftsführung und sammelte mit seinen Mitarbeitern die Spendengelder, während das Jugendamt die Kinder aussuchte.

Nach Einführung des Bildungs- und Teilhabegesetzes „BuT“ 2011 milderte dieses Gesetz die Härten ab, und für die AWO blieb nur noch der obligatorische Euro für jede Mahlzeit. Seit dem 1. August 2019 übernimmt „BuT“ die Kosten komplett, „was für uns dann auch viel unbürokratischer ist“, erklärte Willi Seyffarth vom Jugendamt im Gespräch.

Manfred Steffens, der nach dem Tod von Wellmann den Vorsitz übernommen hatte, sprach von einer großen Spendenbereitschaft in den ersten Jahren, die allerdings nachgelassen habe. Die Firmen seien schon informiert und auch die Patenschaften, die verschiedene Kinder unterstützten.

Anstelle von „Mieki“ gebe es aber noch die „Erlkids“ für alleinerziehende Eltern mit Kindern bis zwölf Jahre. Die AWO veranstaltet drei Tagesfahrten und einen Bastelnachmittag im Herbst sowie einen Nikolaustag. (mlo)

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