Konzert im Jugendheim: Erfolgreiche Hip-Hop-Edition der „Westside Stories“

Konzert im Jugendheim : Erfolgreiche Hip-Hop-Edition der „Westside Stories“

Mit regionalen Rap- und Hip-Hop-Künstlern ging die vom Verein Rise und dem Jugendamt im vergangenen Jahr initiierte Konzertreihe Westside Stories in die zweite Ausgabe. Der Name „Westside Stories“ ist eine Anspielung auf das Jugendzentrum Westside und das Musical West Side Story.

Fanden bei der ersten Veranstaltung, bei der Singer-Songwriter Akustikmusik zum Besten gaben, nur wenige Jugendliche den Weg in die Räumlichkeiten des Jugendzentrums, so konnte die Hip-Hop-Edition als Erfolg verbucht werden. „Dieses Genre zieht einfach mehr Publikum an und gefällt den Besuchern des Jugendzentrums besser“, erläutert Dominique Lopes-Pedro, der das Projekt als Sozialpädagoge der kommunalen Jugendarbeit begleitet. „Zielgruppenorientiert, wie man so schön sagt“, ergänzt Michael Gras vom Verein Rise.

Aus organisatorischen Gründen fand die Hip-Hop-Edition nicht im Jugendzentrum, sondern in der Jugendeinrichtung Kleine Offene Tür St. Josef statt. Da das Jugendzentrum Westside im selben Gebäude wie die Volkshochschule beheimatet ist und letztere einen Theaterabend geplant hatte, entschieden sich die Konzertorganisatoren dazu, auf den Donnerberg auszuweichen. „Wir wollten den Mitgliedern der Theatergruppe nicht die Geräuschkulisse eines Konzerts zumuten“, sagt Lopes-Pedro und dankt Jörg Beißel, dem Leiter der Kleinen Offenen Tür, für die Ausweichmöglichkeit.

Bevor die Musiker ihr Können auf der Bühne beweisen durften, war die Tanzschule Not Just Dancing als Special Guest mit zwei Formationen zu Besuch: Die Gruppe Mixed Up, bestehend aus neun Mädchen und einem Jungen, läutete den Hip-Hop-Abend im gut gefüllten Raum der Kleinen Offenen Tür gebührend ein, genau wie die Formation Moving Flashlights, die mit vier Minuten voller Powertänze die Jugendlichen in Stimmung brachte. Als die lang ersehnten Musiker dann die Bühne betraten, wurden die ersten Handys für Filmaufnahmen gezückt.

Rock-Edition im Sommer

Der Stolberger Rapper Dipral gab zusammen mit dem Rapper „Locke“ eigene Songs und selbstgemachte Beats von Marc Eidneier mit dem Künstlernamen „Manica Beatz“ aus Aachen zum Besten. Der Bremer Rapper Mirco Vike trat zusammen mit M-Jay aus Aachen auf und die Würselener Juba-Band, Abiab und Mirzza präsentierten als Einzelkünstler ihre Lieder. Mit dabei waren außerdem Ace52 und Punisher sowie Bornerline und Daimo.

Rapper Dipral hatte schon mehrere Auftritte in Stolberg und kam mit 13 Jahren zum Musikmachen: „Das war damals die Zeit von Aggro Berlin und da habe ich dann ebenfalls ausprobiert, selbst Musik zu machen“, sagt der heute 30-Jährige.

Für Juli plant der Verein Rise in Kooperation mit dem Jugendamt ein Rockkonzert für die Reihe: „Wir werden weiterhin die Themen wechseln, aber es spricht auch nichts dagegen, noch einmal eine Hip-Hop-Edition zu veranstalten“, sagt Gras. Der Verein müsse „nur die Werbung besser hinkriegen“. Momentan wird über Facebook für Westside Stories geworben.

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