Stolberg: Eltern wollen Bürgerbegehren für Gesamtschule

Stolberg : Eltern wollen Bürgerbegehren für Gesamtschule

Die Mitglieder des Rates sind die Volksvertreter auf kommunaler Ebene. Was aber passiert, wenn sich das Volk von ihnen nicht vertreten fühlt? Eine mögliche Form der Reaktion ist, ein Bürgerbegehren anzustreben.

Und genau das will Achim Graetz mit der Unterstützung zahlreicher Eltern jetzt tun. Das Ziel dabei ist klar: „Wir wollen erreichen, dass nicht hunderte Kinder tagtäglich in die Nachbarkommunen fahren müssen, weil die größte Stadt im Kreis Aachen keine Gesamtschule anbieten kann”, sieht Graetz einen dringenden Handlungsbedarf.

Deshalb wollen sich die Mütter und Väter, die vor drei Wochen erstmals einen eindringlichen öffentlichen Appell formuliert hatten, in einer Elterninitiative zusammenschließen und selbst die Initiative ergreifen. Angetrieben werden sie von den eigenen Erfahrungen an Gesamtschulen und von der tiefen Überzeugung, dass diese als weitere Schulform auch in Stolberg angeboten werden muss.

Mindestens sechs Prozent der Unterschriften der wahlberechtigten Stolberger müssen gesammelt werden, um das Thema „Gesamtschule” mit einem Bürgerbegehren auf die politische Tagesordnung zu bringen und eventuell in einem zweiten Schritt per Bürgerentscheid durchzusetzen. Damit soll spätestens nach dem Sommerferien begonnen werden.

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