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Auszeichnung: Eine der beliebtesten Metzgereien Deutschlands findet sich in Stolberg

Auszeichnung : Eine der beliebtesten Metzgereien Deutschlands findet sich in Stolberg

Die Metzgerei Mones wird zur beliebtesten Metzgerei in Nordrhein-Westfalen gekürt. Was den Familienbetrieb in Stolberg ausmacht, erklärt Fleischermeister David Mones.

Die kleine Metzgerei an der Ecke Höhenstraße/Untere Donnerbergstraße in Stolberg ist fast schon unscheinbar. Doch genau dort befindet sich eine der beliebtesten Metzgereien Deutschlands des Jahres 2022: die Metzgerei Mones. „Bei dem Voting konnten uns die Kunden nominieren und schließlich auch für uns abstimmen“, erzählt Fleischermeister David Mones. Er erinnert sich, dass er und sein Team davon träumten, unter den Top Drei zu landen. „Dass wir für das Land NRW sogar Platz eins erreichen, hätten wir nicht gedacht. Umso größer war die Freude.“

Die Auszeichnung eines österreichischen Gourmetmagazins sei allerdings nicht die erste. Bereits 1997 und 2003 zählte die Metzgerei Mones im Feinschmecker Magazin zu Deutschlands besten Metzgereien. „Das ist der Verdienst unserer Kunden, die so gut für uns abgestimmt haben“, zeigt sich Mones dankbar.

David Mones wurde das Handwerk in die Wiege gelegt. Vor kurzem übernahm der 28-Jährige den Familienbetrieb von seinem Vater Dieter Mones. „Die Metzgerei wird jetzt in dritter Generation geführt, den Beruf üben wir sogar schon in vierter Generation aus“, sagt David Mones. Das Geschäft wurde von seinen Großeltern Hubert und Wilhelmine Mones 1956 gegründet. „Bis heute steht uns mein Opa mit seinen 92 Jahren mit Rat und Tat zur Seite.“

Die Beliebtheit der Metzgerei erklärt sich Mones unter anderem mit dem guten Kundenverhältnis. „Wir haben fleißige und freundliche Mitarbeiter und jahrelange Geschäftsbeziehungen, die von Generation zu Generation übernommen werden“, merkt er an. Jahrzehntelang wurden so persönliche Kontakte aufgebaut. „Fleischkaufen ist Vertrauenssache“, weiß Mones, daher sei die persönliche Beziehung zwischen Kunde und Metzger eine wichtige Angelegenheit.

Die angebotenen Produkte seien ein weiterer Grund dafür, dass Kunden gerne wiederkommen. „Wir sind eine kleine und moderne Metzgerei, die aktuelle Trends im Auge behält“, sagt Mones. Dennoch stehe die traditionelle Herstellung an höchster Stelle. „Wir arbeiten nach dem Prinzip ,nose to tail‘“, erklärt er. Das bedeutet, dass das Tier komplett verwertet wird, von der Nase bis zum Schwanz. „Zu unserem Sortiment gehören also nicht nur einzelne Edelstücke, sondern wir verwerten beispielsweise auch Knochen zu Fleischbrühen.“

Viele Produkte bei der Metzgerei Mones seien sowohl gluten- als auch laktosefrei. Mehr als ein Jahr lang habe die Umstellung gedauert. „Wir versuchen mit möglichst wenigen allergieauslösenden Stoffen zu arbeiten“, sagt der Fleischermeister. Dadurch kämen auch viele Kunden, die außerhalb der Städteregion Aachen wohnen – zum Beispiel aus Düren und Jülich.

Das Tierwohl liege dem Team sehr am Herzen. „Unsere Tiere stammen alle aus der Region“, sagt Mones. Die Schweine werden aus Heinsberg von einem Bauern bezogen, zu dem seit Jahrzehnten eine enge Vertrauensbeziehung gepflegt werde. Die Rinder stammen aus der Eifel, dem belgischen oder dem französischen Grenzgebiet. „Wir achten darauf, dass die Tiere artgerecht gehalten werden, die Schlachtung erst nach Erreichung eines bestimmten Alters erfolgt und die Tiere danach frisch in unsere Metzgerei geliefert werden.“ Dort reifen sie in den Kühlhäusern weiter und werden schließlich vor Ort zerlegt und weiterverarbeitet.

Die Leidenschaft für das Handwerk ziehe sich in der Metzgerei vom Anfang – der Tierhaltung – bis zum Ende – dem Verkauf der Fleischwaren. „Wir wollen, dass unsere Kunden einen Bezug zu den Lebensmitteln bekommen“, betont Mones, der nicht nur Fleischermeister, sondern seit 2020 auch Fleischsommelier ist. „Mithilfe der Fortbildung habe ich mein Spektrum erweitert, was die Herstellung und Veredelung von Fleisch angeht.“

Mones bezeichnet den Beruf des Metzgers als vielfältig und interessant. „,Wir sind gerne Metzger, das schmeckt man‘ – diesen Spruch hat sich mein Vater vor Jahren als unseren Slogan ausgedacht, und ich finde ihn sehr passend.“