Stolberg-Breinig: Ein Vorplatz für St. Barbara als Gemeinschaftsprojekt

Stolberg-Breinig : Ein Vorplatz für St. Barbara als Gemeinschaftsprojekt

Strahlender hätte das Wetter am Sonntagmorgen nicht sein können, als im Anschluss an die Messe der neu gestaltete Kirchenvorplatz der Pfarrkirche St. Barbara, Stolberg-Breinig mit einer kleinen Feier eingesegnet und übergeben wurde.

Die Neugestaltung des Platzes, die jetzt weitestgehend abgeschlossen ist, war nötig geworden, da die alten roten Betonplatten brüchig, rissig und unansehnlich geworden waren und nicht mehr so recht in das Ambiente von „Alt Breinig“ mit seinen schmucken Bruchsteinhäusern passen wollten.

Zumeist dauert es jedoch eine gewisse Zeit, bis solche Projekte tatsächlich angeschoben werden, und daher lauschten die zahlreichen Gäste und Messebesucher denn auch interessiert der kleinen Vorgeschichte, die Pfarrer Ulrich Lühring vom Zustandekommen der Maßnahme erzählte.

Angeregt wurde man nämlich durch eine kompetente Hamburger Fremdenführerin, die im Zuge der Führung ihrer Gruppe hinter dem „Hamburger Michel“ eine Platte mit ihrem Namen präsentierte, die sie sich zu ihrem 60. Geburtstag gewünscht hatte, um die Erhaltung des „Michels“ zu unterstützen.

Inspiriert von dieser Anregung wurde beim Pfarrfest 2011 vom Förderverein St. Barbara Breinig die Aktion „Natursteinplatten für St. Barbara“ initiiert und gemeinsam mit dem Breiniger Steinmetz André Hennecken ein Konzept entworfen. Die alten Platten sollten durch belgische, bearbeitete Blausteinplatten ersetzt werden, und um dies zu verwirklichen konnten interessierte Bürger mit einem Betrag von 50 Euro eine Patenschaft über eine Natursteinplatte erlangen.

Spender bleiben im Hintergrund

Diese Möglichkeit wurde bisher von 235 Personen genutzt, die damit ihrer Verbundenheit zur Gemeinde Ausdruck verliehen haben. Die hellen Platten „zeichnen nun“, so Steinmetz André Hennecken, „den Weg in die Kirche vor“. Anders als in Hamburg jedoch „wussten wir schnell, das wollen wir nicht“, so Pfarrer Ulrich Lühring, und daher wurden die Platten nicht mit Namen auf der Vorderseite versehen, sondern man kennzeichnete die Rückseite der Steine mit den Initialen der Spender, die ihrerseits noch eine Urkunde sowie einen Eintrag in das Patenschaftsbuch erhielten.

Damit war die Aufgabe jedoch noch nicht erledigt, denn es verblieben noch 15 Felder, für die besondere Sponsoren gesucht wurden, denn die Patenschaften für diese sollten als Ganzes für 700 Euro vergeben werden und auf Anraten von André Hennecken mit Mendinger Basalt, einem „porösen, rutschfesten“ Stein aus der Vulkaneifel, der einen farblichen Kontrast zum Blaustein bildet, ausgelegt werden.

Zwölf Felder haben inzwischen bereits Paten gefunden: Angelika Greiwe-Krapohl, Artur und Doris Kaldenbach, Familie Georg Goffart, Dr. Frank Kleis, André Hennecken und Prof. Dr. Lothar Krapohl übernahmen jeweils ein Feld; Franz-Josef Chantraine sowie Helmut Conrads jeweils drei Felder.

Abschluss zum Pfarrfest 2019?

Weitere interessierte Spender können sich mit dem Pfarrbüro in Verbindung setzen, denn es stehen noch 16 Einzelfelder und drei komplette Basaltfelder für Patenschaften zur Verfügung. Man hofft, so Pfarrer Ulrich Lühring, das Projekt bis zum Pfarrfest von St. Barbara am 18. und 19. Mai 2019 beenden zu können.

Abgerundet wird das Bild des Platzes durch die alten Pflastersteine, die zwischen den neuen Feldern erhalten geblieben sind, da man, so André Hennecken, „Altes erhalten und Neues zeigen“ wollte und durch neue Blumenkübel auf denen sich ortsansässige Vereine verewigen konnten.

Nachdem der Platz eingesegnet worden war und jeder Sponsor der Basaltfelder eine besonders gestaltete „Mittelplatte“ mit seinem Namen und einem eingemeißelten Bild, das er entweder zu Hause behalten oder die vorhandene Platte ersetzen lassen kann, erhalten hatte, ließ man die Feier im Lokal „Zur Treppe“ mit einem erfrischenden Getränk, zu dem Helmut Conrads eingeladen hatte, ausklingen.

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