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Neujahrskonzert im Zinkhütter Hof: Ein Vorgeschmack auf „Stolberg goes...“

Neujahrskonzert im Zinkhütter Hof : Ein Vorgeschmack auf „Stolberg goes...“

Beim Neujahrskonzert des Musikzugs im Museum Zinkhütter Hof gab es schon mal einen Vorgeschmack auf „Stolberg goes Thailand“.

Was hat Karl Schäfer nicht alles forschen müssen. Beim Notenarchiv der Bundeswehr in Bonn rief der Leiter des Musikzugs der Freiwilligen Feuerwehr Stolberg an, bei der thailändischen Botschaft in Berlin und noch bei anderen Institutionen. Keiner konnte Schäfer helfen. Dabei hätte er sie so gerne im Programm gehabt – eine Originalkomposition des 2016 verstorbenen Königs Bhumibol. Denn das sollte das Highlight werden, das Juwel in der Kette wohlklingender Weisen, mit denen der Dirigent und seine Mitstreiter beim Neujahrskonzert des Musikzugs im Museum Zinkhütter Hof die vielen Zuhörer begeisterten.

Genau genommen boten Bläser, Keyboarder und Schlagzeugerin ein Stück Zukunftsmusik. Denn mit ihrem Konzert, sorgfältig begleitet von Kulturmanager Max Krieger, boten die Musikanten in der dunkelblauen Uniform der Wehr ihren Fans so etwas wie einen Vorgeschmack auf das Festival „Stolberg goes…“ vom 19. bis 21. Juni, das in diesem Jahr dem einstigen Siam und seiner Kultur gewidmet ist.

Als charmante Botschafterinnen des fernen Königreiches hatten sich eingefunden: Drei Tänzerinnen des Ensembles „Nanthaporn“ waren aus Eschweiler angereist und machten so sein Publikum mit den exotischen Reizen seiner Kunst bekannt.

Karl Schäfer und die Seinen hingegen setzten ganz auf den Charme europäischer und US-amerikanischer Melodien – wobei auch hier die Bezüge zum Gastland nicht fehlten. Die Königshymne eröffnete das Konzert. Ein Potpourri von Titeln aus dem Musical „My Fair Lady“ des auch von Thais geschätzten Frederick Loewe und eine Reihe von Strauß-Walzern (von Johann Strauß steht in einem Park in der Hauptstadt Bangkok eine goldene Büste) schlossen sich an. Beliebte Filmmelodien wie „Doktor Schiwago“ sowie andere Ohrwürmer wie alte Hits der Comedian Harmonists zauberten ein ums andere Mal ein Lächeln in die Gesichter der Zuhörer.

(chh)