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Stolberg: Ein Tag, den Yannick Kobalay nicht vergisst

Stolberg : Ein Tag, den Yannick Kobalay nicht vergisst

Yannick lächelt freudestrahlend, wenn man ihn nach seinen Ausflug nach Essen fragt. Kein Wunder, dieser Ausflug, war etwas Besonders für den Zehnjährigen, einer von den Tagen, die man nicht so schnell vergisst. An dem Tag hat Yannick sein großes Idol, Detlef „D!” Soost, getroffen.

Und mit dem Tänzer und Choreografen, der vielen von unterschiedlichen Pro-Sieben- und Viva-Sendungen wie „Popstars” und „Dancestar” bekannt ist, durfte Yannick nicht nur reden, er durfte sogar mit ihm tanzen. „Das hat richtig viel Spaß gemacht. ,D! ist toll, total witzig und er ist ein super Tänzer”, schwärmt Yannick im heimischen Wohnzimmer von der Begegnung mit dem Star.

Dass er sein Vorbild treffen konnte, verdankt Yannick dem Verein Stern-Taler, der Kindern in Not helfen möchte. Und Not hat viele Gesichter, weiß Jeanette Nauruhn, die Leiterin der Aachener Geschäftsstelle des Vereins. Not, das kann materielle Not sein, Not bedeutet aber auch, wenn Kinder „seelisch leiden”.

Der Verein versucht, diesen Kindern einen Herzenswunsch zu erfüllen, damit sie abgelenkt sind von ihrem Schicksal und ihren Sorgen. „Wir wollen ihnen einen tollen Tag bereiten”, erklärt Jeanette Nauruhn.

Yannicks Mutter ist krank. Tamara Boateng-Kobalay hat Krebs und vor ein paar Monaten ging es der 36-Jährigen sehr schlecht. Mittlerweile hat sich ihr Gesundheitszustand glücklicherweise verbessert, doch die vielen Operationen und Chemotherapien haben sie natürlich mitgenommen - und auch ihre Söhne. Yannick wird sehr ernst, wenn man ihn nach der Erkrankung seiner Mutter fragt. Er erzählt, dass er und sein kleiner Bruder Joel sehr traurig gewesen sind, als seine Mutter im Krankenhaus war.

Und so war auch sein erster Wunsch nicht Detlef „D!” Soost zu treffen, sondern dass seine Mutter immer gesund bleibt. „Aber das liegt nicht in meiner Macht”, bedauert Jeanette Nauruhn, die Tamara Boateng-Kobalay von der Schule kennt und sie bei einem Klassentreffen wieder gesehen hat. Da sei auch die Idee entstanden, etwas für die beiden Kinder zu tun, erläutert die Geschäftsführerin.

„Ich fand die Idee sehr gut”, sagt Tamara Boateng-Kobalay, die gar nicht wusste, dass es Stern-Taler gibt. Und sie hätte ihrem Sohn vermutlich auch nicht einen Abend mit „D!” schenken können. „Da weiß ich gar nicht, wie ich an ihn rankommen soll.” Das weiß aber Jeannette Nauruhn, die den Kontakt zum Management des Künstlers hergestellt hat.

„Das lief wunderbar”, berichtet die 36-Jährige, die allerdings auch schon andere Erfahrungen mit Managern gemacht hat. Doch der Manager von Soost hätte sich viel Mühe gegeben, einen Termin zu finden; „und schließlich stand fest, dass Yannick sein Vorbild in Essen treffen konnte. Dort sollte ohnehin ein Workshop stattfinden. Yannick durfte „D!” aber schon vorher in der Garderobe sehen”, erklärt Jeannette Neuruhn, die Yannick begleitet hat.

Dort habe der Choreograph ihm auch die Tanzschritte gezeigt, die Yannick, der schon seit zwei Jahren von seinem Vater Breakdance lernt, gleich in der Schule vorgeführt hat. Gerne würde er sein Vorbild noch einmal treffen, doch jetzt ist erst einmal sein kleiner Bruder Joel an der Reihe.

Der möchte ins Playmobil-Land bei Nürnberg. „Weil ich die kleinen Figuren mal in groß sehen will”, erklärt der Achtjährige. Stern-Taler wird auch Joels Wunsch erfüllen, das hat Jeanette Nauruhn versprochen. Und Joel lächelt jetzt schon freudestrahlend.