Ein rund ein Quadratmeter großes Loch im Gebäude Steinweg 41

Missgeschick : Und plötzlich verfängt der Bagger sich im Seil

Eigentlich war es nur ein Missgeschick. Doch dieses hatte größere Ausmaße. Doch die gute Nachricht vorweg: Sauer sind die Eigentümer nicht.

Der Schock am Dienstagmorgen war groß. Ein Bagger war im Steinweg an einem Seil, das zwischen den Häusern gespannt war, hängengeblieben und riss daraufhin einige Steine aus der denkmalgeschützten Fassade des Hauses mit der Nummer 41. Ganz schön laut muss das gewesen sein. „Die Leute in der Straße dachten, dass der Erker des Hauses runtergekommen wäre“, sagt Eigentümer Professor Bernhard Steinauer am Tag nach dem Vorfall.

Vor zehn Jahren erwarben er und seine Frau das damals sehr „heruntergekommene“ Objekt und brachten es wieder auf Vordermann. Am Dienstagmorgen kam es zu dem Vorfall, der nicht nur Geld kosten, sondern in den kommenden Wochen auch viel Arbeit verursachen wird.

Schließlich müsse die Fassade, auf der derzeit ein rund ein Quadratmeter großes Loch zu sehen ist, wieder denkmalverträglich hergerichtet werden. Wie hoch der Schaden ist, kann Steinauer momentan noch nicht sagen. Das komme ganz darauf an, ob die Steine noch verwendet werden könnten oder neu angefertigt werden müssten. Letzteres sei gar nicht so einfach. Schließlich stammt das Haus aus dem Jahr 1905 und damals baute man mit einem Ziegelformat, das es heute nicht mehr gebe, so der Eigentümer. „Ganz billig wird das nicht“, meint Steinauer.

Sauer sind er und seine Frau nicht. Das könne schließlich passieren, meint das Ehepaar. Behoben werden soll der Schaden noch vor dem Winter, damit es nicht zu Wasserflecken in der Wohnung komme.

(se)
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