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Stolberg: Ein richtiger Job als Maurer ist der Traum

Stolberg : Ein richtiger Job als Maurer ist der Traum

„Diese Steine habe ich grad wieder weggenommen. Das passte mir nicht gut genug”, runzelt Kevin Sid Mertens selbstkritisch die Stirn und und erzählt voller Begeisterung, dass über den Fugen immer ein ganzer Bruchstein sitzen muss.

Darüberhinaus müssen die Steine tief genug vor der Verschalung sitzen, damit sie ausreichend Halt haben.

Denn vier bis fünf Zentimeter tief bleibt der Stein erstmal frei. Damit er später mit einem besonderen Zement verfugt werden kann. Aus dem 20-Jährigen Stolberger sprudelt das Wissen nur so heraus. Begeisterung für seine meisterliche Arbeit spricht in jedem Satz mit.

Dabei ist Kevin Mertens weit entfernt von einem Meisterbrief. Nicht einmal eine abgeschlossene Lehre hat der ehemalige Absolvent der Kogelshäuserschule. Berufliches Grundwissen hat er angesammelt, im Schreinerhandwerk und in der Metallverarbeitung. Und jetzt im Berufsfeld des Maurers.

Dank der intergierten Arbeitsmarktprojekte der Landesentwicklungsgesellschaft Arbeitsmarkt- und Strukturentwicklung - kurz LEGAS - am Zinkhütter Hof und an der Mauer des Friedhofs Bergstraße. „Anfangs habe ich als Handlanger gearbeitet und gut zugesehen”, strahlt Mertens. „Jetzt darf ich schon mauern”.

Der junge Stolberger macht sich gut, nickt zustimmend sein Anleiter Jürgen Schott. Ebenso interessiert präsentiert sich David Nießen, der seinem Kumpel Kevin zur Hand geht und schon ganz versessen darauf ist, die einzelnen Bruchsteine zu einer soliden Mauer zusammen zu fügen: „Und es macht riesigen Spaß”, strahlen die beiden jungen Männer um die Wette.

Mertens und Nießen sind zwei der insgesamt 15 Teilnehmer des intergrierten Arbeitsmarktprojektes, das die LEGAS mit der ARGE im Kreis Aachen und dem VabW, dem Verein für allgemeine und berufliche Weiterbildung mit Sitz in Alsdorf, hier am Halsbrech durchführen. Nach dem monatelangen Tauziehen im Rathaus um diese Maßnahme, läuft das Projekt in der Praxis bestens.