Ein Konzert besinnlich, freudig und zugleich hoch virtuos

MGV Büsbach : Ein Konzert besinnlich, freudig und zugleich hoch virtuos

Der Saal von „Angie's Bistro“ ist prachtvoll weihnachtlich geschmückt gewesen, der in der Luft liegende Duft frischer Waffeln sprach einen weiteren Sinn an. Den größten Genuss verzeichnete freilich das Gehör des Publikums, denn der Büsbacher Männergesangverein hatte zu seinem Weihnachtskonzert eingeladen.

Diesem Ruf waren zahlreiche Zuhörer gefolgt und erlebten einen Abend voller berührender adventlicher Atmosphäre gepaart mit hoher musikalischer Qualität.

Wie schon im Vorjahr bewährte sich bei dem Konzert erneut die instrumentale Ergänzung durch die Korneliusbläser. Der von Josef Otten geleitete MGV glänzte sowohl a capella, als auch im virtuosen Verbund mit den sieben Blechbläsern – und selbstverständlich ebenso zur Begleitung des „Leib-Pianisten“ der Büsbacher Sänger, Theo Palm.

Die Korneliusbläser reicherten ihrerseits das stimmungsvolle Konzert mit einigen rein instrumentalen Werken gekonnt an. Das mit dem Lied „Ne Stään stund üvver Bethlehem“ (Hans Knipp) überschriebene Konzert begeisterte die Gäste des Büsbacher MGV, dem es klangvoll gelang, die Besinnlichkeit der Vorweihnachtszeit zu vermitteln. Ebenso wie die Freude ob der Geburt des Messias am Heiligen Abend, die in Werken wie „Aus der Kindheit“ und „Hark! The Herald Angels sing“ gegenwärtig wurde.

Besonders bemerkenswert bei dem Weihnachtskonzert war, dass Chorleiter Josef Otten Lieder wie „Maria durch ein Dornwald ging“, „Engel haben Himmelslieder“, „Es ist ein Ros entsprungen“ und weitere Werke eigens für den Büsbacher MGV und den musikalischen Vorweihnachtsabend im Saal von „Angie's Bistro“ arrangiert hatte.

Ob in Mundart wie beim Titelstück des Konzertes, in deutscher, englischer oder spanischer Sprache wie bei den Auszügen aus „Navidad nuestra“ (Ariel Ramirez) – der Männergesangverein verzückte die Zuhörer auf ganzer Linie.

Mit Karl-Heinz Philippi, Wolfgang Rommel und Norbert Effenberg stellte der Chor zudem Solisten in die erste Reihe und sang bei Josef Ottens Eigenkomposition „Hodie nobis caelorum rex“ auch in lateinischer Sprache. Eine der drei Zugaben erfolgte schließlich auf Französisch, als Otten selbst solistisch das Publikum verzauberte und mit seinem Chor, Theo Palm und den Korneliusbläsern Adolphe Adams „Cantique de Noel“ zum Besten gab.

Bei der letzten Zugabe des eindrucksvollen Konzerts wuchs das Ensemble noch einmal gehörig an, denn bei „Stille Nacht“ wurden alle Akteure auf der Bühne von dem singenden Publikum im Saal unterstützt.

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