Stolberg: Ein heißer Tanz der Stolberger Teufel auf brodelndem Vulkan

Stolberg: Ein heißer Tanz der Stolberger Teufel auf brodelndem Vulkan

Die momentane Situation bei den Devils ist vergleichbar mit dem Tanz auf einem Vulkan. Dies gilt sowohl für die beiden Erstvertretungen Herren und Damen, als auch für die Zweitvertretung der Herren, die dem Wunsch des Vorstands entsprechend immer mehr zum Perspektivteam ausgebaut werden soll.

Damen und Herren stehen im direkten Kontakt zu Aufstiegsplätzen, aber hinsichtlich der Zusammenfassung der Ligen im HVM-Bereich noch immer nahe genug an den Abstiegsrängen, die bis zu sieben Absteiger aus einer Liga bedeuten könnten.

Insofern war dieser Handball-Spieltag mit vollem Punkterfolg sicherlich Balsam für die Nerven der Verantwortlichen des Stolberger SV, gleichzeitig aber auch ein Kompliment an die Trainerriege Bernd Schellenbach, Erik Schartmann und Kevin Bartz. Ralf Sauer, Mitglied des Vorstandes mit engem Kontakt zu den Teams, sieht in jedem Falle die positiven Seiten des Saisonverlaufs.

Mit Bernd Schellenbach ist man sich weitestgehend einig für die kommende Saison, weitere positive Signale gibt es zu möglichen Spielerwechseln in die Kupferstadt für die erste und zweite Herrenmannschaft.

SSV He1 — TVE Bad Münstereifel 31:27(17:13): Es gelingt ein Arbeitssieg mit 31:27 (17:13). In ungewohnter und harzfreier Umgebung, das Spiel musste in Breinig ausgetragen werden, traf der ersatzgeschwächte Gastgeber auf eine in Bestbesetzung auflaufende Mannschaft aus Münstereifel. Sie erarbeitete sich in ihren Partien stets Respekt und Anerkennung und gestaltete die Begegnungen oft bis weit in die 2. Halbzeit hinein ausgeglichen. Der personell überschaubare Kader des SSV wurde durch die Ausfälle von Yannik Töws (Tor), Maik Staß und Florian Sauer nochmals schmerzlich reduziert.

Dazu verletzte sich Daniel Sanft nach 15 Minuten am Fuß und spielte nicht weiter. „Zu diesem Zeitpunkt saßen mehr Offizielle als Spieler neben mir auf der Bank. Wir sind auch nur mit einem Torwart angetreten“, beschreibt Trainer Bernd Schellenbach die angespannte Lage. Trotzdem hatte sein Team das Spiel meistens unter Kontrolle, nur mit der Chancenauswertung und der Effektivität im Gegenstoßpass haderte der Coach.

Zu was der nächste Gegner fähig ist, beweist der aktuelle Sieg beim TV Weiden 2, den sich Schellenbach eine Halbzeit ansah, und eine abgezockte Spielweise des nächsten Gegners beobachtete. „Um Platz 7 zu erreichen, benötigen wir noch vier Siege, da alle anderen Teams mittlerweile unfassbar eng zusammengerückt sind. Dazu brauchen wir jeden Spieler und Fan-Unterstützung in Bockeroth“, sagt Schellenbach. Anpfiff dort ist am 5. März um 19.30 Uhr.

Für Stolberg trafen: Frauenrath, Joshua 6, Frauenrath, Kai 1, Hampel 4(4), Lange 3, Sanft 1, Schlotterhose 6, Struth 3, Von der Stein: 7.

SSV He2 — Schwarz-Rot Aachen 5 30:28: Gegen Tabellennachbarn von Schwarz-Rot Aachen kamen die Devils unter der Leitung von Kevin Bartz zu einem wichtigen doppelten Punkterfolg. Die Stolberger sind fünf Punkte von einem Abstiegsplatz und vier Punkte von einem Aufstiegsplatz entfernt. Nun geht es zum Tabellenvorletzten Setterich. Gelingt ein doppelter Punktgewinn, könnte man dem möglichen Klassenerhalt ein Stück entgegenkommen.

SSV Da1 — Euenheim abgesagt: Zwei Punkte gehen kampflos nach Stolberg. Man muss schon tief in die Historie der Verbandsliga schauen, um eine Spielabsage zu finden. Euenheimer rutscht auf den letzten Tabellenplatz — vier Punkte hinter den Stolbergerinnen, die belegen mit von 17:17 Punkten den 3. Platz belegen. In der nächsten Woche geht es für die Damen von Erik Schartmann nach Oberwiehl, das zwei Punkte hinter dem SSV liegt.

Im Hinspiel gab es eine knappe 24:25 Niederlage für die Stolberger. Dies war noch vor der Übernahme des Teams durch Trainer Erik Schartmann. Schartmann weist eine überaus überzeugende Bilanz von 14:6 Punkten auf. Insofern stehen die Chancen gut, im kommenden Auswärtsspiel Punkte mitzunehmen.