Stolberg-Vicht: Ein besonderes Klangerlebnis

Stolberg-Vicht: Ein besonderes Klangerlebnis

Eine schöne Mischung aus Leichtigkeit und Tiefe verspricht das zweite Klassik-Konzert in der Vichter Dorfkirche am Sonntag, 5. Februar 2017. Nach den „Goldberg-Variationen“ mit Hans Otto Horch (Violine), Susanne Trinkaus (Viola) und dem Neu-Vichter Wolfgang Boettcher (Violoncello) sind es nun Guido Schiefen und Wolfgang Boettcher, die als Cello-Duo die Musikfreunde erfreuen wollen.

Schöne Akustik

„Die Kirche ist nicht nur liebenswert, sondern bietet auch für Cello-Klang eine schöne Akustik“, so der Cellist Prof. Wolfgang Boettcher, der mit seiner Frau Vicht als Wohn- und Lebensort gewählt hat. Er empfiehlt, in der Kirche eher vorne und in der Mitte zu sitzen, da hier die Akustik, gerade für schnellere Passagen, besonders transparent sei.

Auch im Duett

Neben Solostücken wie den Suiten für Violoncello solo Nr. 1 in G-Dur von Johann Sebastian Bach und der Nr. 2 op. 131c von Max Reger spielen die beiden zusammen eine Sonate op. 8 Nr. 3 von William de Fesch und ein Konzert Nr 13 aus den „Nouveau Concerts“ von Francois Couperin. Für die Leichtigkeit sorgen vorrangig die Duos am Anfang und am Ende; für die Tiefe vorrangig die beiden Solosonaten. Boettcher selbst war zeitweise Mitglied des Städtischen Orchesters Aachen, des Aachener Kammerorchesters und Gründungs-Mitglied des Leonhard-Quartetts.

Hauptberuflich lehrte er angewandte Sprachwissenschaft an der Pädagogischen Hochschule und der RWTH Aachen sowie an der Ruhr-Universität Bochum.

International bekannt

Der international renommierte Cellopartner Guido Schiefen (Jahrgang 1968) wurde mit neun Jahren Jungstudent an der Musikhochschule Köln bei Prof. Alwin Bauer. Studien und Meisterkurse belegte er unter anderem bei Maurice Gendron und Siegfried Palm. Er gewann den Förderpreis des Landes NRW für junge Künstler. Mit 22 Jahren war er Preisträger des Tschaikowsky-Wettbewerbs in Moskau.

Auf Tournee

Tourneen und Auftritte als Solist, als Kammermusik-Partner und mit namhaften Orchestern führten durch Europa, Nord- und Südamerika bis nach Japan. 2008 hatte er sein Debüt in der Berliner Philharmonie.

Im gleichen Jahr erhielt er eine Professur für klassisches Cello an der Musikhochschule Luzern. Guido Schiefen nahm zahlreiche CDs auf, unter anderem mit den Solosonaten von Bach und von Reger.

(mlo)
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