Stolberg/Nordeifel: Eifelverein ehrt engagierte Ortsgruppen

Stolberg/Nordeifel: Eifelverein ehrt engagierte Ortsgruppen

Mitglieder aus vielen Ortsgruppen des Eifelvereins trafen sich jetzt in Speicher bei Bitburg zu ihrer jährlichen Frühjahrstagung. Auf dieser Versammlung wurden nicht nur die üblichen Regularien abgewickelt und über wichtige Projekte des Hauptvereins entschieden, sondern auch die Auszeichnung verdienter Mitglieder sowie die Verleihung des Konrad-Schubach-Naturschutzpreises und des Wolf-von-Reis-Kulturpreises vorgenommen.

Mit diesen attraktiv dotierten Preisen würdigt der Eifelverein die besonderen Bemühungen einzelner Ortsgruppen in diesen Bereichen. Zu den diesjährigen Preisträgern zählten auch die Ortsgruppe Konzen, der Heimat- und Eifelverein Rott sowie die Ortsgruppe Breinig.

Der Ortsgruppe Konzen wurde als alleinigem Preisträger ein Sonderpreis in Höhe von 1500 Euro zuerkannt. Die Konzener Wanderfreunde konnten die Jury mit dem neuen „Kaiser-Karl-Wanderweg“ überzeugen. Er sei ein mustergültiges Beispiel für erfolgreiche Kulturarbeit im Eifelverein, würdigte der Hauptkulturwart, Professor Wolfgang Schmid, das Projekt: ein thematischer, familiengerecht angelegter Wanderweg, eine ansprechende und kurzweilige Vermittlung regionalgeschichtlicher Inhalte an die Besucher, eine professionelle Umsetzung mit einem hohen Maß an ehrenamtlichem Engagement und die Gewinnung namhafter Sponsoren.

Vorsitzender Karl-Heinz Huppertz, der den Preis aus den Händen von Schmid und der Hauptvorsitzenden, Mathilde Weinandy, entgegennahm, erinnerte daran, dass die Idee, anlässlich des Karlsjahres 2014 einen Themenweg zur Erinnerung an den Frankenkönig im Dorf Konzen einzurichten, vom verstorbenen Mitglied Raimund Palm stammte. Den ersten Platz konnte die Ortsgruppe Konzen zudem bei der Prämierung der Mitgliederwerbung mit 21 Neuzugängen in 2015 belegen.

Acht Bewerbungen

Für die Verleihung des seit 1992 alle zwei Jahre vergebenen Konrad-Schubach-Naturschutzpreises waren acht Bewerbungen eingegangen, berichtete Hauptnaturschutzwart Hannsjörg Pohlmeyer. Der Heimat- und Eifelverein Rott wurde mit einem der vier zweiten Preise bedacht. Die Jury würdigte damit das bereits seit Jahrzehnten währende Bemühen um das Naturschutzgebiet Struffelt.

Im Rahmen seiner Patenschaft für das Feuchtheidegebiet auf der 453 Meter hohen Kuppe des Struffelt nahe der Dreilägerbachtalsperre investiert der Heimat- und Eifelverein erhebliche finanzielle Mittel und bei Pflegemaßnahmen auch großes ehrenamtliches Engagement. „Das ist auch immer wieder Knochenarbeit“, betonte Pohlmeyer.

Die Auszeichnung nahm der Vorsitzende des Heimat- und Eifelvereins Rott, Rainer Hülsheger, entgegen. Einen zweiten Platz konnte ebenfalls die Ortsgruppe Breinig erringen, die sich um das Naturschutzgebiet Schlangenberg kümmert. Mit einem dritten Platz wurde das Bemühen der Ortsgruppe Langerwehe anerkannt, den Naturschutzgedanken mit vielfältigen Aktionen ihren 34 Nachwuchsmitgliedern nahezubringen. Mit der Goldenen Verdienstnadel, der höchsten Ehrung des Hauptvereins, wurde Hauptjugend- und Familienwart Arno Kaminski (OG Eschweiler) ausgezeichnet.

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