Eburonen- und Gallierweg: Anwohner zufrieden nach Bürgerinfo

Eburonen- und Gallierweg : Anwohner zufrieden nach Bürgerinformation

„Das ist schon cool, was einem hier ermöglicht wird“, sagt einer der Anwohner von Eburonen- und Gallierweg am Ende der Bürgerinformation zum Straßenausbau in dem Büsbacher Neubaugebiet.

„Diese Möglichkeiten werden einem in kaum einer anderen Stadt geboten.“ Gemeint ist damit die Einbeziehung der Bürger in die Details der Planung. In Workshops können sie mit Vertretern der Verwaltung über die kleinen und größeren Wünsche an ihrem Grundstück oder Straßenabschnitt reden und ihre Vorschläge einbringen. Und am Ende der Versammlung zeigten sich die Neubüsbacher überwiegend zufrieden.

Zuerst ging es aber um das Große und Ganze, als Jörg Veltrup die Planung vorstellte. Analog zu den benachbarten Straßen, soll der Ausbau niveaugleich als verkehrsberuhigter Bereich erfolgen. Die beiden Hauptverkehrsadern sollen eine Fahrbahn aus Asphalt erhalten. Vorgesehen ist, die Einmündungsbereiche sowie die Stichwege durchgehend zu pflastern. Allerdings wünschten sich explizit die Anwohner des Gallierwegs auch in den Stichstraßen Fahrbahnen aus Apshalt mit gepflasterten Nebenanlangen sowie Hinweisschilder auf die jeweiligen Hausnummern.

Der Gallierweg erhält eine vier Meter breite Fahrgasse mit einem 1,50 Meter breiten, gepflasterten Seitenbereich und auf der anderen Seite mit einem zwei Meter breiten Parkstreifen. Neben dem Längsparkstreifen liegt ein 50 Zentimeter breiter Pflasterstreifen, der das Aussteigen komfortabler gestalten soll. Um die Anzahl der bislang 58 öffentliche Stellplätze zu erhöhen, werden in der rechtwinklige Kurve bei Haus Nr. 42 weitere Senkrechtparkplätze vorgesehen.

Der Eburonenweg wird mit einer 4,50 Meter breiten Fahrgasse ausgebaut. Einseitig schließt ein zwei Meter breiter gepflasteter Seitenbereich an. Auf der anderen Seite befinden sich zwei Meter breite Längsparkplätze und zusätzlich ein zwei Meter breiter gepflasterter Seitenbereich. 35 öffentliche Stellplätze sind vorgesehen. Die Fahrgasse soll mit 30 Zentimeter breiten Pflasterrinnen optisch von der restlichen Verkehrsfläche getrennt werden. Eine zusätzliche optische Einengung soll durch Baumbeete an den Einmündungen und in den Längsparkständen erfolgen. Die Stichwege mit den Einmündungsbereichen sollen gepflastert werden.

Einige Anwohner plädierten für einen Verzicht auf das Pflaster, zugunsten eines preiswerteren Ausbaus in Apshalt. Eine Gegenüberstellung der Kosten wird die Verwaltung zur Sitzung des Ausschusses für Stadtverwaltung liefern, der im Dezember oder Januar über den Ausbau entscheidet.

Geteilt sind die Ansichten im Neubaugebiet, welchen Pflegeumfang „Ribbecks Garten“ genießen sollte. Derzeit präsentiert sich die naturnahe Grünanlage in schönster Blüte. Foto: Jürgen Lange

Gewünscht wurde zudem abwechselnd angeordnetes Parken im Bereich des Ausgangs des Spielplatzes zum Eburonenweg und eine für Kinder stärker abgesicherter Ausgang. Einige Anwohner wünschten weniger Bäume, deren Anzahl laut Verwaltung allerdings im landschaftspflegerischen Begleitplan vorgeschrieben sei. Im unteren Eburonenweg wurde dagegen ein zusätzlicher Baum gewünscht. Für diesen Bereich betonte die Verwaltung erneut, dass ein Grünstreifen nicht an einen privaten Interessenten abgegeben werde und dieser laut Bebauungsplan auch Grünstreifen bleiben müsse.

Mehrheitlich waren die Anwohner mit dem offerierten Parkplatzangebot zufrieden. Die Masse der Anregungen waren Details zu den jeweiligen Grundstücken. Sie alle werden von der Verwaltung geprüft und zusammengefasst dem Ausschuss zur Entscheidung vorgelegt.

Mit einem Ausbau von Eburonen- und Gallierweg kann ab Sommer 2020 gerechnet werden. Die Gesamtkosten werden mit rund 1,8 Millionen Euro angegeben. Für diese Ersterschließung werden die Anlieger laut Baugesetzbuch zu 90 Prozent der Kosten herangezogen; Der Ausbau des Spielplatzes ging zu Lasten der Stadt. Die Beitragseinheit liegt bei rund 35 Euro pro Quadratmeter in Relation zur Bebaubarkeit des Grundstückes.

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