Stolberg: Drei Premieren bei Rise-Festival nach fünf Jahren

Stolberg : Drei Premieren bei Rise-Festival nach fünf Jahren

Freunde von guter und handgemachter Livemusik werden sich über dieses Comeback freuen: Das Rise-Festival ist zurück, und am Samstag, 21. April, bringt der Stolberger Verein Rise ab 19.30 Uhr (Einlass 19 Uhr) drei Bands auf die Bühne des Ökumenischen Gemeindezentrums an der Frankentalstraße.

Fast fünf Jahre ist die zweite Auflage des Festivals nun schon her, doch untätig waren die Mitglieder von Rise derweil nicht. Sie haben zwischenzeitlich den „Moshyard“ etabliert, einen waschechten „Metalbash“ für die Fans von harter Musik.

Freunde der leiseren und romantischeren Töne kamen im vergangenen Jahr beim neuen Format „Acoustic Garden“ auf ihre Kosten. „Und beide Events wollen wir auch weiterhin veranstalten“, betont Philipp Jansen von Rise.

„Wobei ,Moshyard‘ wie ,Acoustic Garden‘ musikalisch schon sehr speziell sind. Das Rise-Festival hingegen spricht ein breiteres Publikum an“, ergänzt Michael Gras.

Der Verein für ein musikalisches Stolberg stellt beim anstehenden Festival gleich mehrfach unter Beweis, dass aller guten Dinge drei sind. Drei Bands spielen bei der dritten Auflage des Rise-Festivals, womit der Verein zugleich drei Stolberg-Premieren präsentiert. Tickets kosten im Vorverkauf nur 3 Euro (www.risestolberg.de/tickets), und Rise bleibt seinem unkommerziellen Anspruch treu, denn an der Abendkasse werden lediglich 5 Euro fällig, und die Getränkepreise sind wie gewohnt sehr moderat.

Trotz der drei Premieren, halte Rise aber auch an bewährten Komponenten fest, sagt Jansen: „Das sind zum Beispiel die günstigen Preise und auch die immer gute Zusammenarbeit mit der Evangelischen Kirchengemeinde Stolberg und die Location Ökumenisches Gemeindezentrum.“

Aus der Region

Gras ergänzt: „Und natürlich, dass wir mit ,Männi‘, ,Run, it‘s a Bear‘ und ,Mantikor‘ wieder Bands aus der Region auf die Bühne bringen.“ Bands, auf die man gespannt sein darf, zumal sie so wie beim Rise-Festival noch nie in der Kupferstadt zu hören waren.

Ein Heimspiel verbindet die neue Stolberger Band „Run, it‘s a Bear“ mit ihrem ersten öffentlichen Auftritt. Stefan Kaesmacher, Oliver Thissen, Christoph Breuer und Max Laschet sind inspiriert von Progessive- und Indie-Rock, Blues und Punk, haben allerdings auf dieser Basis ihren ganz eigenen Sound entwickelt.

Als Headliner fungiert „Männi“ aus Aachen, die Band von Samuel Dickmeis, der schon beim zweiten Rise-Festival glänzte. Seinerzeit noch mit einer Solo-Akustik-Show, wogegen sein neues „Männi“-Trio sich dem Punkrock gepaart mit originellen deutschsprachigen Texten verschrieben hat. „Das ist schon eine Hausnummer für Stolberg, denn ,Männi‘ gibt Konzerte in ganz Deutschland und hat 2017 das Album ,Alkohol und Melancholie‘ herausgebracht“, beschreibt Gras.

„Außerdem hat Samuel Dickmeis als Musiker schon mit der ,Antilopen Gang‘ und Legenden wie Campino, Dirk Jora von ,Slime‘, Peter Hein von den ,Fehlfarben‘ und Bela B. Zusammengearbeitet“, fügt Philipp Jansen hinzu.

Moderne Riffs

Wer gerne Rockmusik mit druckvollen wie modernen Riffs, treibenden Rhythmen, eingängigen Melodien und deutschen Texten hört, der ist wiederum bei „Mantikor“ aus Düren an der genau richtigen Adresse. Die „Mantikor“-Musiker waren zum Teil schon 2011 in der Kupferstadt zu hören — seinerzeit jedoch unter anderem Bandnamen.

Frei nach einer Textzeile aus ihrer ersten Single „Das Leben“, die lautet, „wir sind bereit, einen neuen Weg zu gehen“, kommt „Mantikor“ jetzt mit neuem Namen, geänderter Besetzung und neuer stilistischer Ausrichtung daher und wird das neue Konzept zum ersten Mal vorstellen — beim Rise-Festival in Stolberg.

Für den Verein Rise heißt es indes, „nach dem Event ist vor dem Event“. Das Festival, der „Moshyard“ und der „Acoustic Garden“ sind nämlich nicht die einzigen Projekte des aktiven Vereins. „Es ist angedacht, dass wir in Kooperation mit dem städtischen Jugendzentrum Westside eine Konzertreihe ins Leben rufen“, erklärt Michael Gras.

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