Dramatisches Turnier: Stadtmeisterschaft in der Halle in Stolberg

Stadtmeisterschaft in der Halle : Dramatisches Turnier mit 162 Toren

Mit dem 1:0 hat Marvin Meurer den Grundstein gelegt, Aziz Ait Mansour unterstrich mit dem 2:0 die Ambitionen der Donnerberger, und Fitim Kaciku räumte mit dem 3:0 jeden Zweifel aus: Zum dritten Mal in Folge hat der FSV Columbia Donnerberg die Stadtmeisterschaft in der Halle gewonnen und sich den begehrten Sparkassen-Pokal gesichert.

Der zuvor als Top-Favorit gehandelte Bezirksligist setzte sich diesmal im Finale gegen den chancenlosen SV Breinig durch, und mit VfL Vichttal belegt der zweite Stolberger Mittelrheinligist den dritten Platz bei der Stadtmeisterschaft.

Spannende Spiele

Was auf den ersten Blick nach einer „klaren Sache“ für die Mannschaften aus den höchsten Ligen aussieht, war tatsächlich aber eine Stadtmeisterschaft, die es in sich hatte. Spannende Spiele mit insgesamt 162 Toren, strauchelnde Favoriten und überraschend auftrumpfende Teams machten aus dem Sparkassen-Pokal ein dramatisches Turnier.

Schon die erste Partie glich einem Paukenschlag, als Breinig mit 1:4 dem FC Stolberg unterlag. Nach einem 0:5 gegen den Turnierausrichter FC Adler Büsbach sah es fast so aus, als würde der SV Breinig die Vorrunde nicht überstehen.

Doch Breinig erreichte als Gruppendritter die Hauptrunde, traf erneut auf Büsbach, und wieder siegten die Adler (3:1). Nach dem vorherigen Unentschieden gegen BSC Schevenhütte stand der Mittelrheinligist erneut vor dem Ausscheiden, rettete sich aber buchstäblich in letzter Sekunde mit einem 3:2 gegen Columbia Donnerberg. Der Turnierausrichter Büsbach indes hatte den Einzug ins Halbfinale zwar schon vor den Augen, haderte dann aber mit Schiedsrichterentscheiden. Im letzten Gruppenspiel gegen Schevenhütte kam es zu tumultartigen Szenen während der Partie der C-Ligisten.

Der Hattrick ist vollbracht: Zum dritten Mal in Folge jubelt der FSV Columbia Donnerberg über den Sieg der Stadtmeisterschaft in der Halle. Foto: Dirk Müller

„Das war natürlich nicht schön“, meinte der Büsbacher Trainer Jörg Mauelshagen, warb aber zugleich um Verständnis für Spieler, Betreuer und Fans: „Nicht nur meiner Meinung nach hat der Schiedsrichter zwei glasklar irreguläre Tore für Schevenhütte gegeben und uns gegenüber mehrere unverhältnismäßig harte Zeitstrafen ausgesprochen.“ Das 2:1 für Schevenhütte besiegelte letztendlich das Aus für Büsbach und den Einzug ins Halbfinale für Breinig. Für den VfL Vichttal verlief die Vorrunde eher unspektakulär mit 7:1 gegen VfR Venwegen und 2:1 gegen Schevenhütte.

In die Hauptrunde allerdings startete der Mittelrheinligist verhalten mit einem 2:2 gegen FC Stolberg, Tabellenerster in der Kreisliga B, und traf dann auf das Überraschungs-Team des Turniers: die DJK Sportfreunde Dorff aus der Kreisliga C. Die Dorffer gewannen 3:2 gegen Vichttal und bezwangen den FC Stolberg mit 5:4, so dass die Sportfreunde als Gruppenerster ins Halbfinale einzogen. Vichttal löste das Ticket fürs Halbfinale schließlich doch noch mit einem 4:1 gegen A-Ligisten SG Stolberg.

„Kleines Finale“

Auch im ersten Halbfinale trotzten die Dorffer lange gegen den Favoriten Breinig, der sich aber letztendlich mit 4:2 durchsetzte. Im zweiten Halbfinale hielt Columbia Donnerberg den VfL Vichttal mit 3:2 in Schach. Im „kleinen Finale“ um den dritten Platz musste Dorff sich letztlich mit 2:3 gegen Vichttal geschlagen geben, und im Endspiel um den Sparkassen-Pokal ließ der FSV Columbia Donnerberg dem SV Breinig keine Chance und holte souverän den Stadtmeistertitel 2019 zum Sender.

Nach dem Turnier zog Günter Mauelshagen, Vorsitzender des Ausrichters Adler Büsbach, schließlich ein positives Fazit: „Wir haben ein spannendes Turnier mit vielen Toren erlebt. Die Zuschauerresonanz war gut und die Zusammenarbeit mit dem Stadtsportverband als Veranstalter war hervorragend“, sagte Mauelshagen und fügte hinzu: „Mein großer Dank gilt den vielen freiwilligen Helfern, die sich um das Turnier und um die Bewirtung gekümmert haben, und selbstverständlich dem Hauptsponsor Sparkasse, der die Stolberger Stadtmeisterschaften ermöglicht.“

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