Stolberg-Donnerberg: Donnerberg freut sich auf ungarische Zeiten

Stolberg-Donnerberg: Donnerberg freut sich auf ungarische Zeiten

Sie steht in den Startlöchern, scharrt mit den Tanzschuhen und kann ihre Proklamation kaum noch erwarten: Emily Nady wird die Kinderprinzessin der Donnerberger Karnevalsgesellschaft De Wenkbülle.

Emily besucht die Europaschule in Langerwehe, ihre Lieblingsfächer sind Kunst, Deutsch und Gesellschaftslehre. Bei den Wenkbülle ist sie schon seit drei Jahren aktiv, tanzte erst in der Garde, wechselte dann zum Showtanz. Und den Wunsch, Kindertollität vom Donnerberg zu werden, habe sie bereits zu Beginn ihrer karnevalistischen Laufbahn gehabt, sagt sie.

„Aber am Anfang war ich noch zu jung“, räumt Emily ein. Jetzt hat sie allerdings genau den richtigen Zeitpunkt abgepasst, um närrische Regentin zu werden, denn Emily ist jecke 11 Jahre alt. Zudem feiert die Jugendabteilung der Wenkbülle im kommenden Jahr ein rundes Jubiläum und wird 50 Jahre alt.

Den Traum, Kinderprinzessin zu werden, hat sie in den vergangenen Jahren nicht aus den Augen verloren — im Gegenteil: Er wurde immer stärker, denn Emily hat reichlich „prinzliche Luft geschnuppert, zwei junge Tollitäten in ihrem Hofstaat begleitet und dabei hautnah erlebt, wie viel Spaß es macht, Kinderprinzessin zu sein.

„Zuerst war ich vor drei Jahren bei der Donnerberger Kinderprinzessin Celine I. (Peters) im Hofstaat. In diesem Jahr war ich dann mit Emilie I. (Mehl), der Kinderprinzessin der Ersten Großen, unterwegs“, beschreibt Emily, die ab dem 6. November (siehe Infokasten) ihren eigenen Hofstaat haben wird.

„Mit dabei sind meine Freundinnen Sophie Kaever und Marie Heidbüchel, die bei meinen Auftritten mit mir tanzen werden.“ Und auch ihre Geschwister würden sie während der Session begleiten, erklärt Emily.

Reiten, Shoppen, Nähen

Die siebenjährige Schwester Noelia war selbst auch bei den Wenkbülle aktiv und hat Showtanz gemacht, wolle jetzt aber lieber Fußball spielen. Doch wenn Emily I. regiert, kehrt sie im Hofstaat auf die närrischen Bühnen zurück. Die jüngste Schwester Hannah kann nur bei der Proklamation den Hofstaat verstärken, wird aber dennoch Emily in der gesamten Session begleiten, denn die Vierjährige tanzt in der Mini-Garde der Wenkbülle.

Als Motto hat Emily sich „Ungarn“ ausgesucht, was vielleicht ungewöhnlich klingt, für sie aber selbstverständlich ist: „Mein Opa und mein Vater Michael stammen aus Ungarn, und seit ich geboren bin, verbringen wir dort jedes Jahr den Urlaub“, sagt Emily, deren Hobbys neben Tanz auch Reiten und Shoppen sind. Sowie Nähen, ein Hobby, das sie mit ihrer Mutter Michaela Nady teilt.