Erste Funkgeräte werden bestellt: Die Stolberger Feuerwehr wird digital

Erste Funkgeräte werden bestellt : Die Stolberger Feuerwehr wird digital

Es war ein „Sommermärchen“. Nach der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 wurde in Nordrhein-Westfalen der Digitalfunk bei der Polizei eingeführt. Der Rettungsdienst funkt kreisweit seit 2017 nur noch digital. Aber die Stolberger Feuerwehr ist heute immer noch analog unterwegs.

Zurzeit sind in der Einsatzzentrale an der Kesselschmiede sowie auf den Einsatzfahrzeugen von Wehr und Rettungsdienst 4-Meterband-Analogfunkgeräte fest verbaut. Das 2-Meterband wird von den Handsprechfunkgeräten genutzt. Genutzt werden sie in der Regel für unterschiedliche Aufgaben. Über 4-Meter wird zwischen der Stolberger Einsatzzentrale, der Leitstelle der Städteregion sowie den Einsatzfahrzeugen kommuniziert. Über 2-Meter verständigen sich die eingesetzten Kräfte am jeweiligen Einsatzort.

Doch der Analogfunk gilt als nicht sicher und ist auch für nicht Befugte abhörbar. Deshalb werden die Geräte auch für „Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben in der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr“, also etwa der Feuerwehr, landesweit durch abhörsichere Digitalfunkgeräte ersetzt.

In Abstimmung mit den Wehren in der Städteregion läuft jetzt die Umstellung auf den digitalen Funk an, der in etwa zwei Jahren Standard sein soll. Für die Stolberger Feuerwehr soll der Vergabeausschuss am Donnerstag zunächst eine erste Tranche mit 15 Digitalfunkgeräten, die in Fahrzeugen fest verbaut werden, und 25 mobile Handfunksprechgeräte beschaffen. Die Zukunftsinvestition ist mit rund 90.000 Euro kalkuliert und im Haushalt abgesichert.

Stolberger Rettungswagen und einige Führungsfahrzeuge verfügen bereits über Digitalfunk. Die in den vergangenen sechs Jahren beschafften Fahrzeuge sind dafür vorbereitet, so dass die neuen Geräte nur „eingestöpselt“ werden brauchen. Älteren Fahrzeuge müssen für die neue Technik noch von einer Fachfirma umgerüstet werden, damit sie in einem zweiten Schritt mit den Geräten ausgestattet werden können.

(-jül-)